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Mission ausgeführt – Multinationales Korps Nordost erhält Zertifikat

Generalleutnant Darryl Williams (l.), Kommandeur Allied Land Command, gratuliert dem Kommandeur des Multinationalen Korps Nordost, Generalleutnant Manfred Hofmann
Generalleutnant Darryl Williams (l.), Kommandeur Allied Land Command, gratuliert dem Kommandeur des Multinationalen Korps Nordost, Generalleutnant Manfred Hofmann (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen
Stettin/Polen, 23.06.2017.

In den 18 Jahren der Geschichte des Multinationalen Korps Nordost hat es keinen wichtigeren Tag als diesen gegeben: Mit dem Ende der Übung Saber Strike am 14. Juni bekam das Korps das NATO-Zertifikat „Hauptquartier für High-Readiness-Forces“. Das war der Schritt zur Übernahme der vollen Verantwortung über Landoperationen an der nordöstlichen Flanke der NATO.

„Es ist ein historischer Tag“, sagte General Salvatore Farina, Kommandeur Allied Joint Forces Headquarters, zur bestandenen Evaluierung als Hauptquartier für schnelle Eingreifkräfte. Das Multinationale Korps Nordost habe damit eine neue Führungsrolle in der Struktur der NATO eingenommen. „Die NATO hat ihre Fähigkeit erweitert und ist jetzt stärker als je zuvor“, so der General.

Ein einfaches Wort mit einer enormen Bedeutung – High Readiness

Für Generalleutnant Carsten Jacobson (6. v. l.), Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres, ist die Zertifizierung des Korps eine der wichtigsten für die NATO
Für Generalleutnant Carsten Jacobson (6. v. l.), Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres, ist die Zertifizierung des Korps eine der wichtigsten für die NATO (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen

Nach Monaten der Vorbereitung auf diesen Tag und zahlreichen Trainings hat das Korps in Stettin seine hohe Einsatzbereitschaft und -fähigkeit unter Beweis gestellt. Zur feierlichen Auszeichnung als High Readiness Forces Hauptquartier erschienen rund 120 hochrangige Gäste: Botschafter der Rahmennationen Polen, Deutschland und Dänemark, die militärischen Führungsebenen mit General Farina als Befehlshaber der Allied Joint Forces Command in Brunssum, Generalleutnant Darryl A. Williams als Kommandeur Allied Land Command in Izmir und Generalleutnant Carsten Jacobson als Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres.

„Neben den vielen Übungen und Zertifizierungen, die in diesem Sommer stattfinden, ist die Evaluierung des Korps eine der wichtigsten für die NATO“, sagte Generalleutnant Williams von Allied Land Command in Izmir. Diese Transformation ist das Ergebnis der Entscheidungen auf den NATO-Gipfeln im Jahr 2014 in Wales und 2016 in Warschau. „Und dies wird nicht in Stettin enden“, betonte Generalleutnant Manfred Hofmann, Kommandeur des Korps und machte damit deutlich, dass die Umstrukturierungsphase noch nicht abgeschlossen sei. Die verstärkte Präsenz der NATO in der Region habe das in den letzten Monaten besonders deutlich mit der Aufstellung neuer Einheiten an der nordöstlichen Flanke der NATO gemacht.

24 Stunden, sieben Tage in der Woche einsatzbereit

Die Gäste sind auf dem Weg zur Zertifizierung
Die Gäste sind auf dem Weg zur Zertifizierung (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen

Mit Saber Strike 2017 – der Zertifizierungsübung zum voll einsatzbereiten High Readiness Forces Hauptquartier – wurde dem Multinationalen Korps Nordost die Befähigung zum Hauptquartier für schnelle Einsatzkräfte bestätigt. Darüber hinaus ist das Korps in der Lage, die Führungsrolle als Land Component Command zu übernehmen – als Kommandoebene der NATO zur Führung von Landstreitkräften. Damit ist es nicht nur in der Lage, fünf Divisionen und 20 Unterstützungseinheiten zu führen, sondern auch – als Land Component Command – gemeinsam mit anderen Streitkräften Landoperationen zu organisieren und zu koordinieren.

Die Gäste besuchen auf dem Gelände des Korps das Joint Operations Center (JOC) – die Operationszentrale und das Herzstück des Gefechtsstandes
Die Gäste besuchen auf dem Gelände des Korps das Joint Operations Center (JOC) – die Operationszentrale und das Herzstück des Gefechtsstandes (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen

Das bedeutet für die Soldatinnen und Soldaten in Stettin eine permanente Einsatzbereitschaft, um im Falle einer Krisensituation sofort reagieren zu können. Dazu wird 24 Stunden und sieben Tage in der Woche die Region an der nordöstlichen Flanke der NATO beobachtet.

Einzigartig im Verantwortungsbereich

Mit dem ersten Schritt der Zertifizierung im Jahr 2016, in dem die Befähigung zur Führung der Speerspitze der NATO – der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) –, den NATO Force Integration Units und Einheiten der Enhanced-Forward-Presence-Bataillone bestätigt wurde, nimmt das Korps eine besondere Rolle in der Führungsstruktur der NATO ein. Es ist das einzige Hauptquartier mit einem festgeschriebenen regionalen Verantwortungsbereich.

120 hochrangige Besucher sind zur feierlichen Auszeichnung des Multinationalen Korps Nordost als Hauptquartier für die High Readiness Forces erschienen
120 hochrangige Besucher sind zur feierlichen Auszeichnung des Multinationalen Korps Nordost als Hauptquartier für die High Readiness Forces erschienen (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen

„Unser Fokus liegt auf der nordöstlichen Flanke der NATO, aber wir stehen auch hier in Stettin für die Sicherheit aller NATO-Partner“, sagte Generalleutnant Hofmann. Das Korps habe innerhalb von zwei Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. „Der Erfolg gebührt dem Team des Korps, aber vor allem auch der Unterstützung durch das Allied Force Command in Brunssum und dem Allied Land Command in Izmir. Nur gemeinsam und in Kooperation stehen wir als NATO für die Sicherheit vor Ort.“


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Stand vom: 30.11.17 | Autor: Claudia Seidenschwanz


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