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Letzter Einsatz für Rettungskommando aus Landsberg

Auch in der Nacht einsatzbereit: Die SAR-Hubschrauber des Deutschen Heeres
Auch in der Nacht einsatzbereit: Die SAR-Hubschrauber des Deutschen Heeres (Quelle: Bundeswehr/Marco Jurga)Größere Abbildung anzeigen
Landsberg/Bayern, 13.01.2017.

Es ist bereits dunkel. Die Search & Rescue Leitstelle (SAR) Land aus Landsberg hat ihre letzte Nachtschicht vor sich. Sobald die Sonne aufgeht, übernimmt das SAR-Kommando Niederstetten den Auftrag und leistet künftig Hilfe bei der Suche und Rettung von Menschen in Süddeutschland und den Alpen. Punkt 18 Uhr schrillt die Alarmglocke. Ein Notruf geht ein. Jetzt zählt jede Minute.

Der Staffelkapitän der SAR-Einsatzgruppe Landsberg nimmt den Anruf der SAR-Leitstelle Münster entgegen. Er ist zugleich der Pilot, der in dieser Nacht den Rettungshubschrauber mit dem Rufzeichen „Rescue 58“ fliegt. Dieser speziell ausgestattete SAR-Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D wird dringend bei einem schweren Verkehrsunfall mit vier Verletzten an der Bundesstraße 25 im Bereich Möttingen gebraucht. Die Rettungsleitstelle Augsburg hat ihn angefordert.

Eile ist geboten

„Rescue 58“ hat den Einsatzort erreicht
„Rescue 58“ hat den Einsatzort erreicht (Quelle: Bundeswehr/Marco Jurga)Größere Abbildung anzeigen

Zusammen mit seinem Bordtechniker und dem Luftrettungsmeister bereitet sich der Pilot umgehend auf den Flug vor. Nach dem Wettercheck wird schnell klar: Die Bedingungen für den Nachtflug sind grenzwertig, aber sie lassen den Flug zu. Die Besatzung kennt das Gebiet. Rasch wird das Luftfahrzeug vorbereitet.

Nach Erteilung des Einsatzbefehls durch die SAR-Leitstelle Münster hebt die Maschine in den dunklen Nachthimmel ab. 30 Minuten später landet der SAR-Hubschrauber an der Unfallstelle. Ein weiterer Rettungshubschrauber ist bereits im Einsatz. Nach Absprache mit dem Notarzt wird eine Patientin vom Luftrettungsmeister übernommen und ins Krankenhaus nach Augsburg geflogen. Die erhoffte Wetterbesserung bleibt aus. Kurz nach 20 Uhr landet „Rescue 58“ auf dem Dachlandeplatz am Zentralkrankenhaus.

Ein Ärzteteam nimmt die Patientin daraufhin entgegen. Dann startet „Rescue 58“ zum Rückflug und setzt 25 Minuten später beim SAR-Kommando am Flugplatz Penzing auf. Es ist der einhundertste SAR-Einsatz im Jahr 2016 und zugleich auch der letzte. Für Immer!

Ein halbes Jahrhundert Erfolgsgeschichte

Damit endet am SAR-Kommando Landsberg eine 50-jährige erfolgreiche SAR-Geschichte in der Rettung in Süddeutschland und insbesondere in der Bergerettung im Alpengebiet. Gerade die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bergwacht war für beide Seiten gewinnbringend.

Seit 1966 sind die beiden Hubschrauber SAR 56 und SAR 58 mit ihren Besatzungen des SAR-Kommandos Landsberg vom Flugplatz Penzing aus 11.693 SAR-Einsätze mit zirka 16.900 Flugstunden geflogen.

Gleiche Aufgabe, neuer Standort

SAR-Hubschrauber des Typs Bell UH-1D
SAR-Hubschrauber des Typs Bell UH-1D (Quelle: Bundeswehr/DSK)Größere Abbildung anzeigen

Seit dem 15. Dezember 2016 hat nun das SAR-Kommando Niederstetten beim Heimatverband, dem Transporthubschrauberregiment 30, den Auftrag der Suche, Rettung und Bergrettung in Süddeutschland und im Alpengebiet inne.


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Stand vom: 30.11.17 | Autor: SAR-Leitstelle Münster


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