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Verabschiedungsappell: Donaueschinger Jäger gehen nach Litauen

Das Musikkorps, die Fahnenabordnung und der Ehrenzug sind zur Verabschiedung der Donaueschinger Jäger angetreten
Das Musikkorps, die Fahnenabordnung und der Ehrenzug sind zur Verabschiedung der Donaueschinger Jäger angetreten (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen
Donaueschingen/Baden-Württemberg, 22.12.2017.

Große Teile des Jägerbataillons 292, annähernd 400 Soldatinnen und Soldaten, werden im kommenden Jahr in Litauen die Verpflichtungen innerhalb des NATO-Programms Enhanced Forward Presence (EFP) übernehmen. Mit einem feierlichen Appell in der Fürstenberg Kaserne sind die Donaueschinger Jäger am 8. Dezember in ihrer Garnisonsstadt verabschiedet worden.

Zur offiziellen Verabschiedung waren nicht nur die militärischen Vorgesetzten der Soldaten wie der Kommandeur der Deutsch-Französischen Brigade, Général de brigade Bertrand Boyard und sein Stellvertreter, Oberst Frank Wachter, gekommen, sondern auch der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei, der Landtagsabgeordnete Lars Patrick Berg und Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly.

Spannende und fordernde Zeit in Litauen steht bevor

Die Ehrengäste schreiten die Front ab. (v. l. n. r.): Oberstleutnant Wolf Rüdiger Otto, Landtagsabgeordneter Lars Patrick Berg, Oberbürgermeister Erik Pauly, Oberst Frank Wachter, Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei, Général de brigade Bertrand Boyard
Die Ehrengäste schreiten die Front ab. (v. l. n. r.): Oberstleutnant Wolf Rüdiger Otto, Landtagsabgeordneter Lars Patrick Berg, Oberbürgermeister Erik Pauly, Oberst Frank Wachter, … (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Oberstleutnant Wolf Rüdiger Otto, Kommandeur des Jägerbataillons 292, stimmte in seiner Ansprache die Frauen und Männer auf die bevorstehenden großen Aufgaben ein: „Kameraden, uns erwartet eine spannende und fordernde Zeit in Litauen. Dies zeigt mir die hohe Übungsdichte, die uns erwartet und die in bisher nicht bekanntem Maße in einem multinationalen Umfeld und in einem ausländischen Staat stattfindet. Wahrlich, eine nicht nur spannende, sondern auch fordernde Aufgabe. Ich freue mich, mit Ihnen gemeinsam diese Herausforderung anzunehmen. Packen Sie weiterhin mit an und bringen Sie sich ein, denn nur zusammen können wir – das Jägerbataillon 292 – die bevorstehenden Aufgaben im Jahr 2018 bewältigen!“

Reservestabsoffizier führt Kräfte in der Heimat

Oberstleutnant der Reserve Michael Nolte (l.) meldet dem Kommandeur, Oberstleutnant Wolf Rüdiger Otto (M.), das Bataillon zum Appell
Oberstleutnant der Reserve Michael Nolte (l.) meldet dem Kommandeur, Oberstleutnant Wolf Rüdiger Otto (M.), das Bataillon zum Appell (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Nicht alle Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons werden nach Litauen verlegen. Es werden nach wie vor Soldaten am Standort in Donaueschingen verbleiben, die dort ihren Dienst tun und die Stellung halten werden. Die Führung der verbliebenen Kräfte in der Heimat übernimmt Oberstleutnant der Reserve Michael Nolte, „dem ich dankbar bin, dass er sich als Reservedienstleistender für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt hat“, betonte Bataillonskommandeur Otto.

Monatelange Vorbereitung erfolgreich durchlaufen

In den letzten Monaten hat sich das Bataillon auf den Auftrag in Litauen vorbereitet, neben verschieden Truppenübungsplatzaufenthalten auch im Gefechtsübungszentrum des Heeres in Letzlingen. Die Arbeit auf dem Gefechtsstand wurde bereits mit den internationalen Partnern geübt. Das Jägerbataillon 292 befindet sich jetzt auf der Zielgeraden der Vorbereitung. Die persönliche Ausrüstung und die Container werden gepackt und die Fahrzeuge vorbereitet, so dass sie im Januar auf die Bahn verladen werden können.

NATO-Verbände verstärkt präsent

Nach den Beschlüssen der NATO-Gipfel von Wales und Warschau zeigt das Bündnis im Baltikum und Osteuropa verstärkt Präsenz als Reaktion auf die Ukrainekrise sowie die russische Annexion der Krim. Deutschland führt dazu in Litauen einen multinationalen Gefechtsverband, der alle sechs Monate rotierend wechselt. Diese „Battle Group“ ist der litauischen „Iron Wolf“ Brigade in Rukla unterstellt, die als mechanisierter Infanterieverband aus sechs Bataillonen besteht.

Neben einer deutschen und einer niederländischen Kampfkompanie sowie je einer französischen und kroatische Kampfkompanie sind auch Soldaten aus Norwegen, Belgien, Tschechien und Island Teil des Gefechtsverbandes in Litauen. Gemeinsame Übungen befähigen zum gemeinsamen Kampf und leisten so ihren Beitrag zu einer glaubhaften Abschreckung eines potenziellen Aggressors.

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Stand vom: 15.03.18 | Autor: Harald Franke


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