Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Nachrichten und Berichte > Jahr 2017 > Dezember 2017 > Wo europäische Zusammenarbeit schon Alltag ist

Wo europäische Zusammenarbeit schon Alltag ist

Brigadegeneral Olaf Rohde (3. v. l.), Kommandeur Ausbildungszentrum Munster, begrüßt die Delegation aus Frankreich unter Führung von Colonel Benoit Paris (3. v. r.), Kommandeur der Ecole de Cavalerie.
Brigadegeneral Olaf Rohde (3. v. l.), Kommandeur Ausbildungszentrum Munster, begrüßt die Delegation aus Frankreich unter Führung von Colonel Benoit Paris (3. v. r.), Kommandeur der Ecole de Cavalerie. (Quelle: Bundeswehr/Katrin Hanske)Größere Abbildung anzeigen
Munster/Niedersachsen, 18.12.2017.

Die europäischen Verteidigungsminister haben am 11. Dezember eine engere Zusammenarbeit von 25 europäischen Armeen, die sogenannte PESCO (Permanent Structured Cooperation) beschlossen. Wie weit sich die deutsch-französische Zusammenarbeit bereits entwickelt hat, zeigte sich einmal mehr durch einen Gast des Ausbildungszentrums Munster.

Colonel Benoit Paris, seit August 2017 Kommandeur der Ecole de Cavalerie im französischen Saumur, besuchte vor kurzem sein deutsches Pendant, Brigadegeneral Olaf Rohde, Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster. Rohde informierte seinen Gast über die deutsche Ausbildungssystematik, insbesondere der Panzer- und Heeresaufklärungstruppe, und stellte ihm das Ausbildungszentrum vor. Beide Ausbildungseinrichtungen verbindet seit November 2004 eine gegenseitige Patenschaft.

Ausbildung französischer Soldaten in Munster

Gemeinsames Dienen, das ist in Munster für deutsche und französische Soldaten seit langem keine Besonderheit mehr
Gemeinsames Dienen, das ist in Munster für deutsche und französische Soldaten seit langem keine Besonderheit mehr (Quelle: Archivbild Bundeswehr/Katrin Hanske)Größere Abbildung anzeigen

Die Soldaten in Munster haben sich längst an den Anblick französischer Uniformen gewöhnt. Gemeinsam dienen deutsche und französische Soldaten nicht nur im Offizieranwärter–Bataillon 1, sondern auch während des internationalen Kompaniecheflehrgangs. Die aktuellen und zukünftigen Chefs werden dabei auf ihre taktischen Herausforderungen als Führer einer Panzer- und Panzergrenadierkompanie vorbereitet. Auch hier zeigt sich die Vorreiterrolle der deutsch-französischen Beziehungen. Bereits 2003 vereinbarten beide Länder den jährlich wechselnden Kompaniecheflehrgang, der 2015 für Soldaten weiterer Nationen geöffnet wurde.

Geschichte gemeinsam Erleben

Oberstleutnant Alexander Küper (l.) erklärt Colonel Benoit Paris (M.) und seinen Offizieren die Besonderheiten deutscher Panzer des Ersten Weltkrieges
Oberstleutnant Alexander Küper (l.) erklärt Colonel Benoit Paris (M.) und seinen Offizieren die Besonderheiten deutscher Panzer des Ersten Weltkrieges (Quelle: Bundeswehr/Katrin Hanske)Größere Abbildung anzeigen

Während der Kriege des 20. Jahrhunderts standen sich deutsche und französische Soldaten als Gegner gegenüber. Mit dem gemeinsamen Besuch des Deutschen Panzermuseums zeigte sich einmal mehr, dass Gräben der Vergangenheit längst geschlossen sind. Oberstleutnant Alexander Küper präsentierte dabei den Gästen in ihrer Muttersprache interessante Einblicke in die deutsche Militärgeschichte.

Nach diesem Treffen unter Freunden sprach Brigadegeneral Rohde eine Einladung zur nächsten Informationslehrübung in Munster aus. „Ich freue mich aber zuerst auf ein Wiedersehen in Saumur“, entgegnete Colonel Paris seinem Gastgeber.


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 21.12.17 | Autor: Armin Hensel


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.aktuell.nachrichten.jahr2017.dezember2017&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB050000000001%7CAU6DGQ226DIBR