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Panzerbrigade 21 unter neuem Kommando

Symbolischer Handschlag: Oberst Hübner, Generalmajor Langenegger, Brigadegeneral Rohrschneider
Symbolischer Handschlag: Oberst Hübner, Generalmajor Langenegger, Brigadegeneral Rohrschneider (Quelle: Bundeswehr/Dominik Leifeld)Größere Abbildung anzeigen
Augustdorf, 09.12.2016.

Im Rahmen eines feierlichen Appells übergab der Kommandeur der 1. Panzerdivison, Generalmajor Johann Langenegger, das Kommando über die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ an Oberst Heico Hübner. Der 48-jährige Generalstabsoffizier folgt damit Brigadegeneral Kai Ronald Rohrschneider, der nach 33 Monaten an der Spitze der „Lipperland“-Brigade den Standort Augustdorf in Richtung Wiesbaden verlässt.

Abordnungen aller Verbände, der Stabsfernmeldekompanie sowie des Brigadestabes traten im Beisein von über 200 geladenen Gästen auf dem Scharnhorstplatz der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf an. Das Heeresmusikkorps aus Kassel sorgte für die musikalische Gestaltung der feierlichen Kommandoübergabe. Neben Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Militär wohnten unter andrem alle Brigadekommandeure der 1. Panzerdivision samt Ehefrauen dem Übergabeappell bei. Am Vortrag fand in Augustdorf die Kommandeurtagung der „Ersten“ einschließlich einer festlichen Abendveranstaltung in den Räumlichkeiten der gemeinsamen Heimgesellschaft des Standortes am Sennerand statt.

Dreifacher Dank

Übergabe der Truppenfahne: Brigadegeneral Rohrschneider und Generalmajor Langenegger
Übergabe der Truppenfahne: Brigadegeneral Rohrschneider und Generalmajor Langenegger (Quelle: Bundeswehr/Dominik Leifeld)Größere Abbildung anzeigen

Nach dem Einmarsch der Truppenfahnen sowie der Abordnungen der Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND“ wandte sich Brigadegeneral Rohrschneider letztmalig an die angetretenen Soldatinnen und Soldaten sowie die anwesenden Gäste. Dabei verzichtete der scheidende Brigadekommandeur auf einen umfassenden Rückblick auf seine knapp dreijährige Dienstzeit an der Spitze der „21er“, sondern nutzte die Gelegenheit, um „dreifach Dank“ zu sagen. Zuerst dankte Brigadegeneral Rohrschneider den Gästen aus den Garnisonsstädten, den Stationierungsgebieten der Verbände der Brigade, aus Verwaltung, Kultur und Wirtschaft sowie den zahlreichen Ehemaligen des Großverbandes. „Sie haben der Brigade, aber auch mir persönlich bei vielen Gelegenheiten geholfen und wir waren uns Ihrer Unterstützung stets gewiss“, betonte Brigadegeneral Rohrschneider.
Anschließend wandte sich der gebürtige Bochumer an die multinationalen Freunde und Partner der Brigade. In englischer Sprache dankte der Kommandeur für die stete Bereitschaft, Ausbildungs-und Übungsvorhaben der Augustdorfer Kampftruppenbrigade zu unterstützen. Den letzten Dank richtete der 52-jährige dann an die Männer und Frauen der Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND“ selbst. „Sie sind eine hervorragende Truppe, die stolz auf sich sein darf und auf die ich sehr stolz bin“, so Rohrschneider. Bevor sich der 20. Kommandeur seit Aufstellung der Brigade im Jahr 1959 endgültig verabschiedete, richtete er letztmalig einen Appell an „seine“ Brigade: „Bleiben Sie einfach so wie sie sind, dann wird mein Nachfolger ein mindestens so zufriedener Kommandeur sein, wie ich es gewesen bin.“

Beispielhafter Einsatz

Generalmajor Langenegger bei seiner Rede
Generalmajor Langenegger bei seiner Rede (Quelle: Bundeswehr/Dominik Leifeld)Größere Abbildung anzeigen

Generalmajor Langenegger, Kommandeur der 1. Panzerdivison, würdigte in seiner Rede den beispielhaften Einsatz des scheidenden Brigadekommandeurs. Brigadegeneral Rohrschneider verfüge über einen „unbestechlichen Blick für das Wesentliche“ und habe „viel Herzblut an Engagement“ in die Führung der „Lipperland“-Brigade investiert. „Auch bei Schlechtwetter waren sie nicht aus der Ruhe zu bringen“, so der Divisionskommandeur weiter. Mit der Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND“ übernimmt Oberst Heico Hübner eine intakte und vitale Truppe, betonte der Kommandeur der „Ersten“ abschließend. Für seine neue Verwendung als Chef des Stabes (Chief of Staff) im Hauptquartier der amerikanischen Landstreitkräfte (USAREUR) in Wiesbaden wünschte Generalmajor Langenegger dem scheidenden Brigadekommandeur alles Gute und viel Soldatenglück.

Neustart in der Heimat

Generalmajor Langenegger übergibt die Truppenfahne an Oberst Hübner
Generalmajor Langenegger übergibt die Truppenfahne an Oberst Hübner (Quelle: Bundeswehr/Dominik Leifeld)Größere Abbildung anzeigen

Anschließend wandte sich der Kommandeur der 1. Panzerdivison an den zukünftigen Brigadekommandeur der „21er“. Der 1968 in Bielefeld geborene Oberst Heico Hübner ist in der Garnison am Sennerand kein Unbekannter. Im Jahr 1987 begann die militärische Laufbahn des Generalstabsoffiziers im Panzergrenadierbataillon 212. In diesem Verband durchlief Oberst Hübner zahlreiche Verwendungen, letztmalig stand er als Bataillonskommandeur bis 2011 an der Spitze der lippischen Grenadiere. Mit Blick auf den Lebenslauf des 21. Kommandeurs der Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND“ bemerkte Generalmajor Langenegger: „Ich schließe nicht aus, dass Sie mit dem Westfalenpferd – dem Abzeichen der Brigade – auf dem linken Oberarm geboren wurden.“ Mit Oberst Hübner stehe der richtige Mann zukünftig an der Spitze der Brigade, schloss der Divisionskommandeur und wünschte dem neuen Kommandeur und seiner Familie einen guten „Neustart“ in der Heimat.

Letzte Meldung: Brigadegeneral Rohrschneider meldet dem Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Langenegger
Letzte Meldung: Brigadegeneral Rohrschneider meldet dem Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Langenegger (Quelle: Bundeswehr/Dominik Leifeld)Größere Abbildung anzeigen

Nach der traditionellen Übergabe der Truppenfahne marschierten zu den Klängen des „Panzerliedes“ die Abordnungen der „Lipperland“-Brigade vom Antreteplatz aus. Ein Empfang in der gemeinsamen Heimgesellschaft bildete den Abschluss eines besonderen Tages für die Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND".


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Stand vom: 30.11.17 | Autor: Martin Waltemathe


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