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Stolzer Abschied: Heeresflugabwehrtruppe außer Dienst gestellt

Der Inspekteur des Heeres (mi.)

Der Inspekteur des Heeres (mi.) (Quelle PIZ Heer/Katharina Winkler)Größere Abbildung anzeigen

Todendorf, 13.03.2012.
Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Werner Freers, hat jetzt die Heeresflugabwehrtruppe nach fast 56 Jahren mit einem feierlichen Appell außer Dienst gestellt. Zahlreiche Gäste waren Zeugen des Abschieds von dieser stolzen Truppengattung auf dem Flugabwehrschießplatz Todendorf in Schleswig-Holstein.

„Kameradinnen und Kameraden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heeresflugabwehrtruppe, der heutige Tag ist eine Wegmarke. Er markiert das Ende einer Ära, zugleich aber auch einen Neuanfang“, sagte der Inspekteur des Heeres zu Beginn seiner Ansprache an die angetretene Formation. Für viele sei dieser Tag mit großen Emotionen verbunden, denn heute ende die über 50-jährige Geschichte der Heeresflugabwehrtruppe als Truppengattung des Heeres, so Generalleutnant Freers weiter. Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr seien die Aufgaben der bodengebundenen Luftverteidigung und der Heeresflugabwehr in der Luftwaffe zusammengefasst worden. Viele Kameradinnen und Kameraden wechselten deshalb zur Luftwaffe, um dort auch in Zukunft weiterhin mit ihrer Kompetenz, Fachexpertise und Leistungsbereitschaft ihren Anteil zum Gelingen des Gesamtprojekts zu leisten.

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Das letzte Antreten

Das letzte Antreten (Quelle: PIZ Heer/Katharina Winkler)Größere Abbildung anzeigen

Würdiger Rahmen

Angetreten waren die Abordnungen aller Heeesflugabwehrverbände mit ihren Truppenfahnen. Eine Schießbahn auf dem Truppenübungsplatz Todendorf unmittelbar an der Ostsee bildete den würdigen Rahmen für diesen Außerdienststellungsappell – hatten dort doch Generationen von Heeresflugabwehrsoldaten ihre Schießübungen absolviert. Mehrere hundert Gäste waren der Einladung zu diesem Appell gefolgt. Die Heeresflugabwehrsoldaten präsentierten den Gästen zunächst einen leichten Flugabwehrraketenzug Ozelot mit seinen Fähigkeiten. Zu den Klängen des Marinemusikkorps Ostsee, unter Leitung von Fregattenkapitän Friedrich Szepansky, schritten der Inspekteur des Heeres und der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Arne Kreuzinger-Janik, die Front ab.

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Oberst Klaus-Peter Kuhlen

Oberst Klaus-Peter Kuhlen (Quelle: PIZ Heer/Katharina Winkler)Größere Abbildung anzeigen

Dank an alle

Oberst Klaus-Peter Kuhlen, General der Heeresflugabwehrtruppe und Kommandeur des Ausbildungszentrum Heeresflugabwehrtruppe, dankte in seiner Ansprache von Herzen allen Mitarbeitern, Kameraden und Ehemaligen der Heeresflugabwehrtruppe für die langjährige, gute Arbeit: „Sie haben in mehr als 50 Jahren den hervorragenden Ruf der Truppengattung begründet und ihn mit ihrer Persönlichkeit und Leben gefüllt.“

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Auf dem Weg zur Luftwaffe

Auf dem Weg zur Luftwaffe (Quelle: PIZ Heer/Katharina Winkler)Größere Abbildung anzeigen

Die neue Heimat

Generalleutnant Arne Kreuzinger-Janik wendete sich in seiner Rede an alle aktiven Soldaten, Ehemalige und Mitarbeiter der soeben außer Dienst gestellten Heeresflugabwehrtruppe. Er sagte: „Die Heeresflugabwehrtruppe war eine überaus leistungsstarke und professionelle Truppengattung des Heeres.“ Die Entscheidung die Fähigkeit der Flugabwehr in die Führung aus einer Hand zu geben, begründe sich aus den grundlegend geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen, aus einer kleiner werdenden Bundeswehr und den knapperen Ressourcen. Um das Spektrum zukünftiger Aufgaben abdecken zu können, werde die Luftwaffe neben dem fliegenden Luftverteidigungssystem Eurofighter, die bodengebundenen Systeme Patriot und Mantis sowie das leichte Flugabwehrsystem mit Waffenträger Ozelot betreiben. „Um die in der Heeresflugabwehrtruppe aufgebaute Kompetenz auf diesem Weg nicht zu verlieren, fanden und finden Kameraden der Heeresflugabwehr in der Luftwaffe eine neue Heimat. Ich betone: Es liegt mir am Herzen, dass sich die Heereskameraden auf diesem Weg in der Luftwaffe mitgenommen fühlen. Die Tradition dieser stolzen Truppengattung wird deshalb in der Luftwaffe einen verdienten Platz finden“, so Generalleutnant Kreuzinger-Janik.

Die Nationalhymne und der letzte Überflug von Zieldarstellungsflugzeugen beendeten diesen feierlichen Außerdienststellungsappell der Heeresflugabwehrtruppe.

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Stand vom: 25.11.13 | Autor: Volker Jung


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