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60 Jahre Deutsches Heer

Mit der Aufstellung von sieben Lehrkompanien im Jahr 1956 begann die Geschichte des Deutschen Heeres in der Bundeswehr. Im kommenden Jahr wollen wir auf diese 60 wechselvollen Jahre zurückschauen. In Verbindung mit unserem Jahreskalender 2016 „Wir sind das Heer“ werden wir monatlich den Wandel in unseren Truppengattungen, aber auch die Vielfalt des Deutschen Heeres, darstellen. Denn keine andere Teilstreitkraft bietet eine derartige Vielfalt. Dies spiegelt sich besonders in den Truppengattungen des Heeres wider, die jede für sich spezielle Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzen, aber nur gemeinsam stark und erfolgreich sind.

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Die Panzertruppen des Heeres

Zu den Panzertruppen des Heeres

Panzermann von Anfang an

„Nach dem Abitur zur Bundeswehr und Panzermann werden!“ Für Alexander Steinnagel stand sein Berufswunsch schon früh fest. Damals faszinierte ihn die Panzertruppe so sehr, dass er bei seiner Einplanung in die Bundeswehr sogar anders lautende Verwendungen ausschlug. Heute ist der 23-Jährige Oberfeldwebel und Gruppenführer auf dem Schützenpanzer Puma. Die Faszination Panzer ist geblieben.

Der gebürtige Mecklenburg-Vorpommeraner begann seinen militärischen Werdegang rund fünfhundert Kilometer weiter südlich – nämlich an der VII. Inspektion der Infanterieschule in Hammelburg. Die allgemeine Grundausbildung und ein Lehrgang für Feldwebelanwärter waren die ersten prägenden Erfahrungen als junger Soldat. Schon damals bescheinigte ihm die Unteroffizierschule des Heeres sehr gute Karrierechancen – schließlich absolvierte er den allgemeinmilitärischen Teil des Lehrgangs als Hörsaalbester. Schnell stieg Steinnagel in die fachliche Ausbildung zum Panzerfeldwebel ein. Die Ausbildungen zum Richt- und Ladeschützen waren die ersten Stationen auf dem Weg zum Panzermann.

Immer einen Blick über den Tellerrand

Erfahrungen sammeln: für Alexander Steinnagel ganz wichtig
Erfahrungen sammeln: für Alexander Steinnagel ganz wichtig (Quelle: Bundeswehr/Alexander Steinnagel)Größere Abbildung anzeigen

Im Neustädter Panzerbataillon 33 sammelte der Soldat erste Erfahrungen auf dem Kampfpanzer Leopard. Jeder Übungsplatzaufenthalt erweiterte seinen Erfahrungsschatz: „Wenn auch zunächst nicht als Kommandant eingesetzt, konnte und wollte ich immer über den Tellerrand schauen. So waren Eindrücke als Richtschütze auf dem Panzer des Kompaniechefs während einer Ausbildung am Schießübungszentrum in Munster sehr prägend und lehrreich für mich.“ Auch die internationale Zusammenarbeit sollte nicht lange in seinem militärischen Repertoire fehlen: Es folgten ein Gefechtsschießen mit Panzerkräften aus Singapur und ein Aufenthalt in Grafenwöhr an der US-amerikanischen Unteroffizierschule (Noncommissioned Officer Academy, kurz NCOA).

Das erste Mal Kampfpanzer

Panzerfeldwebel Alexander Steinnagel hatte lange daraufhin gearbeitet
Panzerfeldwebel Alexander Steinnagel hatte lange daraufhin gearbeitet (Quelle: Bundeswehr/Philipp Neumann)Größere Abbildung anzeigen

„Nun durfte ich endlich selbst Kommandant auf dem gewaltigen Gefechtsfahrzeug sein“, erzählt der Panzermann und blickt dabei auf seinen militärfachlichen Teil seiner Feldwebelausbildung Anfang 2013 an der Panzertruppenschule im Niedersächsischen Munster zurück. Dieser Lehrgang ebnete ihm den Weg zum Panzerfeldwebel.

Dass es als Feldwebel nicht nur darauf ankomme, seinen Panzer zu beherrschen, sondern auch Vorgesetzter zu sein, merkte Steinnagel dann als Gruppenführer einer Grundausbildung. „Das erste Mal mit Rekruten arbeiten, Ausbildungen planen und durchführen. Schnell habe ich erfahren und gemerkt, wie ich mit Soldaten umzugehen habe, und wie ich als Vorgesetzter sein möchte und sein muss.“ Im Zuge der Neuausrichtung Struktur HEER2011 wurde jedoch aus dem einstigen Panzerbataillon ein Panzergrenadierbataillon.

Vom Kampfpanzer zum Schützenpanzer

Aus dem Panzerbataillon 33 wird das Panzergrenadierbataillon 33 mit dem Schützenpanzer Puma
Aus dem Panzerbataillon 33 wird das Panzergrenadierbataillon 33 mit dem Schützenpanzer Puma (Quelle: Bundeswehr/André Delfs)Größere Abbildung anzeigen

Das Panzergrenadierbataillon 33 wird als eines der ersten Bataillone mit dem neu einzuführenden Schützenpanzer Puma ausgestattet. „Eine tolle Sache, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.“ So zog es den Feldwebel wieder an das Ausbildungszentrum nach Munster – diesmal zur Umschulung auf den Schützenpanzer Puma: „Meine Vorverwendung als Panzerfeldwebel kam mir dabei zugute. Viele Komponenten waren mir bereits bekannt. Ich musste mich nicht großartig umstellen.“

Auf der Informationslehrübung (ILÜ) Landoperationen 2016 beweisen die Schützenpanzer Puma ihre Feuerkraft
Auf der Informationslehrübung (ILÜ) Landoperationen 2016 beweisen die Schützenpanzer Puma ihre Feuerkraft (Quelle: Bundeswehr/Philipp Neumann)Größere Abbildung anzeigen

Heute – immer noch unterwegs als Angehöriger der Panzertruppe – hat Oberfeldwebel Steinnagel auch auf dem Schützenpanzer Puma seine ersten „Bewährungsproben“ gemeistert. Auf der Informationslehrübung (ILÜ) Landoperationen 2016 kämpfte er im Herbst mit seinen Kameradinnen und Kameraden und dem Schützenpanzer Puma rund um Heidedorf auf dem Truppenübungsplatz in Bergen.

Den Panzern die Treue halten

Oberfeldwebel Alexander Steinnagel (li.) hat sich noch einiges vorgenommen
Oberfeldwebel Alexander Steinnagel (li.) hat sich noch einiges vorgenommen (Quelle: Bundeswehr/PzGrenBtl 33)Größere Abbildung anzeigen

Doch das wird für ihn nicht die letzte Station gewesen sein. Er kurbelt weiterhin an seiner Zukunft. Auf der persönlichen Agenda des Panzermannes stehen nun der unbefristete Dienst als Berufssoldat, ein Wechsel in die Laufbahn der Offiziere und noch die eine oder andere Erfahrung im Auslandseinsatz.


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Stand vom: 30.11.17 | Autor: 9. FschJgRgt 31


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