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Gemeinsame Entdeckungsreise

Illkirch-Graffenstaden, 27.07.2010.
Im Elsass, eingebettet zwischen Vogesen und Rhein, und zugleich Schnittstelle zwischen germanischer und romanischer Kultur, ist die Geschichte stets präsent. Die Region bekennt sich mit Stolz zur europäischen Vielfältigkeit. Im Unterelsass sind Natur, Heimat und Kultur eng miteinander verwoben. Das nutzen die Soldaten vom Jägerbataillon 291 zur gemeinsamen Weiterbildung.

Im Land der Burgen – das Vorkommando Jägerbataillon 291 (Quelle: Heer/Lars Fischer)Größere Abbildung anzeigen

Im Land der Burgen

Die französische Region des Elsass gehört in Europa zu den Regionen mit den meisten Burgen aus dem Mittelalter. Diese Zeitzeugen der Vergangenheit prägen auch das Landschaftsbild um Illkirch-Graffenstaden. Die Haut-Kœnigsbourg, erbaut in fast 800 Metern Höhe auf einem Felsvorsprung und mit einer besonders charakteristischen Silhouette größte Burg der Region, war an diesem Tag der erste Anlaufpunkt der Soldaten des Jägerbataillons 291. Mit deutschsprachiger Führung, die für das Elsass ganz und gar nicht untypisch ist, entdeckten die Soldaten gemeinsam unter Führung ihres Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Frank Lindstedt, das Mittelalter hautnah mit seinem Baustil, der Innenarchitektur und den Waffensälen in einer ganz besonderen Atmosphäre. Immerhin erzählt dieser Ort seit dem zwölften Jahrhundert von innereuropäischen Auseinandersetzungen und Rivalitäten zwischen Kaisern, Königen und Lehnsherren.

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Der erste Marsch des neuen Bataillons (Quelle: Heer/Lars Fischer)Größere Abbildung anzeigen

Die Elsass entdecken und erleben

Um die Vielfalt der Region direkt zu erleben und zu entdecken, ging es nach diesem Blick in die Rheinebene zu Fuß weiter. Über Wiesen und Weinberge, vorbei an Wäldern, Fachwerkhäusern und alten Burgtürmen erstreckte sich der anschließende zwölf Kilometer lange Leistungsmarsch. Es boten sich anspruchsvolle Berg- und Talwege, die einen Höhenunterschied von bis zu 400 Metern aufwiesen. Auch in Frankreich müssen die militärischen Grundfertigkeiten der Soldaten trainiert werden. Diesen gemeinsamen Tag nutzte der Kommandeur, um sich bei seinen Soldaten für die bisher erbrachten Leistungen bei der Aufstellung des Bataillons zu bedanken. Der Abend wurde durch ein gemütliches Beisammensein am Grill abgerundet.

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Die „erste“ Beförderung beim Jägerbataillon 291 (Quelle: Heer/Lars Fischer)Größere Abbildung anzeigen

Alltagssituation und doch eine Besonderheit

Dass Beförderungen von Soldaten und persönlich ausgesprochene Geburtstagswünsche Alltagssituationen in der Bundeswehr sind, liegt auf der Hand. Dies sieht Major Marcus Pein, S3-Stabsoffizier des Bataillons heute bestimmt anders. Er ist der erste Soldat des neuen Bataillons in Illkirch, der an diesem Tag persönlich von Oberst Klaus Hahndel, dem stellvertretenden Kommandeur der Deutsch-Französischen Brigade, im Quartier Leclerc zum Major befördert wurde. Diese Beförderung nahm Oberst Hahndel gleichzeitig zum Anlass, um den beiden Soldaten, Stabsfeldwebel Armin Fortenbacher und Oberfeldwebel Florian Obst, persönlich zum Geburtstag zu gratulieren.

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Stand vom: 02.08.2010 | Autor: Lars Fischer

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