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Hobbys im Heer: Rekrut bringt seine Gegner in der Bundesliga auf die Matte

Der Rekrut Matthias Kuhnlein (20) hat schon immer viel Sport getrieben. Nach Leistungsschwimmen und Leichtathletik kam er über Beziehungen zu seinem Hobby, dem Ringen. Heute kämpft der junge Heeressoldat in der Bundesliga.

Kraft gehört dazu (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Ringen ist ein Kampf- und Kraftsport mit Ganzkörpereinsatz ohne weitere Hilfsmittel. Bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte das Ringen unter dem Namen „Pale“ zu den Disziplinen des Fünfkampfs, war aber auch Einzeldisziplin. Seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit, 1896, gehört Ringen zum olympischen Programm.

Die Regeln sehen vor, den Gegner aus dem Stand in die Bodenlage und mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen. Dabei kommen als Techniken Würfe, Schleudern und Hebel zum Einsatz. Schläge, Tritte, Stöße und Würgen sind verboten. Seit 2000 widmet sich Matthias Kuhnlein diesem Sport und hat auch bereits beachtliche Erfolge erzielt.

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Im Moment ist Wachausbildung angesagt (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Momentan in der Grundausbildung

Jäger Kuhnlein ist in Schwarzenborn, in der kleinsten Stadt Hessens, beim Jägerregiment 1 stationiert. Dort absolviert er momentan seine allgemeine Grundausbildung. Der gelernte Mechatroniker aus Oberfranken hatte schon immer Interesse an der Jägertruppe. Bereits sein Vater hat bei dieser Truppengattung seinen Dienst absolviert. Nach der Grundausbildung wird er nach Hammelburg versetzt werden. Bereits jetzt hat er seinen Wehrdienst auf freiwillige 23 Monate verlängert.

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Hartes Training (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Wenig Zeit fürs Training

„Mich begeistert am Ringen die Kombination zwischen Konditions- und Körperaufbau und der erforderlichen Technik zu einem erfolgreichen Kampf“, sagt Kuhnlein. Dazu müsse er viermal eineinhalb Stunden in der Woche trainieren. Das Training sieht aufwärmen, dehnen, joggen, Techniktraining und ringen wie im Wettkampf vor. „Momentan ist das natürlich schlecht zu verwirklichen“, sagt er. Schließlich ist die Grundausbildung sehr zeitaufwändig.

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Die 74-Kilo-Klasse (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Schon einige Erfolge

Angefangen hat Matthias Kuhnlein in der D-Jugend, dann ging es in der Männerjugend weiter. Heute kämpft er in der Bundesliga der Männer in der 74-Kilogrammklasse. Er war sechster bei den bayrischen Meisterschaften und mehrfacher Vizemeister bei den Oberfränkischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil. In dieser Stilart sind nur Griffe oberhalb der Gürtellinie erlaubt. „Zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften hatte ich leider zu wenig Zeit“, blickt Kuhnlein zurück.

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Demnächst in der Spitzengruppe? (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Bald Sportfördergruppe?

Auch in Zukunft will sich Jäger Kuhnlein seinem Hobby weiter widmen. „Ich habe meine abgelaufene Kaderlizenz neu beantragt“, sagt er. Auch die Übernahme in die Sportfördergruppe Ringen sei auf Ratschlag seines Kompaniechefs beantragt worden. „Ich hoffe, dass dieser Antrag genehmigt wird“, wünscht sich der junge Leistungssportler.

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Stand vom: 30.07.2010 | Autor: Volker Jung

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