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Mongolischer Tag im deutschen Feldlager

Feyzabad/Afghanistan, 15.03.2010.
Spektakuläre Kampfsporteinlagen, Länderkunde und Waffenschau – der mongolische Tag im deutschen Feldlager im afghanischen Feyzabad war für die Soldaten der Bundeswehr ein besonderes Ereignis. Die Mongolen, die das deutsche Lager mit bewachen, zeigten bei Kampfvorführungen und einem Basketballturnier, dass sie körperlich fit sind.

Der mongolische Sicherungszug zur Vorführung angetreten (Quelle: Heer/Jens W.)Größere Abbildung anzeigen

Der Anblick mongolischer Soldaten gehört im deutschen Feldlager Feyzabad zum alltäglichen Bild. Was in Deutschland viele nicht wissen: Die Absicherung des Feldlagers wird durch einen mongolischen Sicherungszug übernommen. Damit sind deutsche Heereskräfte entlastet und für andere Aufgaben frei. Zum Abschied des 21. deutschen Einsatzkontingentes veranstaltete der mongolischen Sicherungszug einen Tag der Heimat, um die Mongolei und seine Bewohner vorzustellen. Die deutschen Soldaten waren beeindruckt von den Fähigkeiten ihrer ausländischen Kameraden. Der Zugführer der mongolischen Soldaten, Hauptmann Serod B., ist verantwortlich für seine im deutschen Lager stationierten Soldaten und freute sich über die vielen Zuschauer: „Eigentlich feiern die Mongolen jährlich am 18. März einen Militärfeiertag. Hier haben wir ihn zu Ehren des 21. Kontingents vorgezogen. Wir wollten so das Kontingent verabschieden, mit dem wir die letzten Monate sehr gut zusammengearbeitet haben.“

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Nahkampfvorführung (Quelle: Heer/Jens W.)Größere Abbildung anzeigen

Beeindruckende Kampfeinlagen

Im Mittelpunkt stand die Vorführung verschiedener Kampftechniken, bei der die Soldaten enorme Leistungen zeigten. Bei weiteren Demonstrationen durchschlugen die mongolischen Soldaten bis zu zehn Bretter gleichzeitig, versenkten Nägel mit bloßer Hand im Holz und durchtrennten Steinplatten mit verschiedenen Sprungtritten. Der mongolische Oberleutnant Norov B., verantwortlich für die Vorführung, zeigte sich sichtlich zufrieden: „Die Männer haben, denke ich, eine gute Show gezeigt. Sie mussten gar nicht viel trainieren. Viele der Soldaten kommen aus einem Fallschirmjägerbataillon – dort trainieren sie viermal in der Woche Kampfsport.“ Besonders das Messerwerfen erfreute die zuschauenden deutschen ISAF-Soldaten, die nach Aufforderung – mal mehr und mal weniger erfolgreich – kurzerhand versuchten, es den Mongolen nachzumachen.

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Kraftprobe (Quelle: Heer/Jens W.)Größere Abbildung anzeigen

Auch die Kultur kam nicht zu kurz

Im Anschluss wurde ein Film über die Mongolei gezeigt. Zusätzlich waren auf dem Antreteplatz verschiedene Infotafeln aufgebaut, die über Kultur und Geschichte informierten. Diejenigen mongolischen Soldaten, die Deutsch sprechen, erklärten Eigenheiten des Landes und beantworteten Fragen zu allen Bereichen. So stand nicht nur die mongolische Armee, über die man bei einer Waffenschau ausführlich informiert wurde, im Vordergrund, sondern auch das Land und seine Kultur. Bevor der Tag beim gemeinsamen Grillen ausklang, organisierten die Mongolen ein Basketballturnier. Es dominierten die Mannschaften der Mongolei und wurden damit ihrer Favoritenrolle gerecht.

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Im Sportdress beim Basketballspiel (Quelle: Heer/Jens W.)Größere Abbildung anzeigen

Die Zusammenarbeit geht weiter

Auch im 22. deutschen Einsatzkontingent wird die Sicherung des PRT Aufgabe der mongolischen Soldaten sein. Seit Anfang Dezember sind die 42 Soldaten aus der Mongolei mit dem ihrerseits 1. Kontingent hierfür verantwortlich. Die deutschen Standards der täglichen Arbeit wurden durch Soldaten der Bundeswehr bereits in der Mongolei ausgebildet. Der deutsche Kommandeur, Oberst Martin Lütje, ist mit den Leistungen des mongolischen Sicherungszuges sehr zufrieden: „Die mongolischen Kameraden sind eine hoch zuverlässige Truppe, die sich binnen kürzester Zeit hervorragend in das PRT integriert hat. Ihre Arbeit ist ausnahmslos gut. Wie man aus Gesprächen, aber auch an der Resonanz auf diesen Tag sieht, sehen die deutschen Soldaten in den Mongolen gute Kameraden.“

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Bilder


Stand vom: 30.03.2010 | Autor: Jens W.

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