Tun als ob: Lernen durch Simulieren

Simuliertes Gefecht – kein Schattenspiel (Quelle: Heer/Volker Jung)
Nicht jeder, der fliegen lernt, trainiert gleich im richtigen Flugzeug. In Simulatoren lassen sich wesentlich kostengünstiger die wichtigsten Handgriffe üben. Und wenn einmal etwas schief geht, stehen nicht gleich Leib und Leben auf dem Spiel. Weil typische Bundeswehraufgaben oft Risiken in sich bergen und an sensiblen technischen Geräten stattfinden, haben Ausbildung und Training an Simulatoren in den Streitkräften eine lange Tradition.
Kaum eine Lernerfahrung ist so nachhaltig wie die, die der Mensch direkt in der Praxis macht. Der Lernstoff bleibt besonders gut hängen, wenn er in realistischen Situationen angewendet wird. Eine wichtige Erfahrung aus der Arbeit mit Simulationsgeräten zeigt, dass es besonders hilfreich ist, wenn der Ausbilder möglichst genau alle Handlungsschritte der Übenden mitverfolgen kann. Die Simulation ersetzt nicht die Ausbildung und die Übung am eigentlichen Gerät, ergänzt sie jedoch Zeit- und kostensparend.
Die Themen
Der Flugsimulator des Kampfhubschraubers Tiger am nordhessischen Standort Fritzlar ist primär für die Aus- und Weiterbildung der Besatzungen des Kampfhubschraubers Tiger vorgesehen. Er ist untergebracht in einem hochmodernen Simulatorgebäude und besteht aus zwei unterschiedlichen Simulatortypen, einem Full Mission Simulator (FMS) und einem sogenannten Cockpit Procedure Trainer (CPT).
Der Rundumblick aus dem Cockpit des NH90 ist beeindruckend. Wälder und Wiesen gleiten unter den Piloten hinweg. Der Hubschrauber fliegt durch Turbulenzen, die Insassen werden leicht durchgeschüttelt. Doch Pilot und Co-Pilot sitzen im modernsten Simulator für komplette Einsatzflüge der Bundeswehr in Faßberg. Nichts von dem Erlebten ist Wirklichkeit.
Nicht jeder, der fliegen lernt, trainiert gleich mit dem richtigen Fluggerät. Im Simulator lassen sich wesentlich kostengünstiger die wichtigsten Handgriffe üben und wenn einmal etwas schief geht, ist die Drohne nicht gleich verloren. Weil typische Bundeswehraufgaben oft Risiken in sich bergen und an sensiblen technischen Geräten stattfinden, hat das Training an Simulatoren zum Beispiel zum Fliegen eine lange Tradition.
Im AGSM wird das Schießen kostengünstig trainiert. Keine Kette rollt, keine Munition wird verbraucht. Am AGSM ist es besonders hilfreich, dass der Ausbilder alle Handlungsschritte der Übenden mitverfolgen kann. So kann der Teilnehmer nicht nur vom „Learning by doing“ in der Simulation profitieren. Darüber hinaus erhält er in einem anschließenden Gespräch auch ein individuelles, ausführliches Feedback und kann detailliert sein eigenes Handeln reflektieren.
Kaum eine Lernerfahrung ist so nachhaltig wie die, die der Mensch in der Praxis macht. Der Lernstoff prägt sich besonders nachhaltig ein, wenn er in realistischen Situationen angewendet wird. Auch die Panzertruppe setzt daher seit Jahren auf die so genannte „technische“ Simulation. Immer dann, wenn an Geräten geübt wird, oder auch zur interaktiven Gefechtsübung.
Das computergestützte Ausbildungsmittel (SIRA) dient zur Unterstützung von Rahmenübungen auf Bataillonsebene.
Der Ausbildungs-Schießsimulator der Panzertruppe (ASPT) ist primär für die Schießausbildung von Kommandanten und Richtschützen des Kampfpanzers Leopard vorgesehen. Er ist vollständig in einem Container untergebracht und gliedert sich in die Komplexe: Arbeitsplatznachbildungen für Kommandant und Richtschütze, Auswerteplatz und dem Rechnersystem mit Bildgenerator.
Das AGSHP dient der vorbereitenden Schießausbildung, der Basis- und aufbauenden Schießausbildung sowie dem Verbessern der Schießfertigkeit des Einzelschützen im Rahmen der kleinen Kampfgemeinschaft