Eine der ältesten Kommandobehörden der Bundeswehr ist das im Kölner Süden beheimatete Heeresamt. Bereits 1956 als Truppenamt aufgestellt, ist es nach wie vor eine der größten Kommandobehörden der Streitkräfte. 1309 Soldatinnen und Soldaten sowie 122 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Garanten für die konzeptionelle Entwicklung des Heeres. Nicht von ungefähr lautet folgerichtig das Motto des Heeresamtes: Die Zukunft im Visier!
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DIE UNTERSTELLTEN DIENSTSTELLEN
Die ABC- und Selbstschutzschule ist eine Truppenschule des Heeres mit integrierten Anteilen von Luftwaffe und Marine. Sie ist die zentrale Ausbildungseinrichtung für die ABC-Abwehrtruppe des deutschen Heeres. Darüber hinaus führt sie die ABC-Abwehrausbildung aller Truppen sowie die Selbst-, Brand-, Strahlen- und Umweltschutzausbildung aller militärischen und zivilen Organisationsbereiche der Bundeswehr durch. Die ABC- und Selbstschutzschule gliedert sich in den Bereich Lehre und Ausbildung mit zwei Lehrgruppen, die Gruppe Weiterentwicklung mit den wissenschaftlichen Dezernaten und Einsatzelementen, den Schulstab und die Unterstützungsgruppe.

Die Artillerieschule ist die zentrale Ausbildungsstätte der Artillerie und bietet ein breit gefächertes Lehrgangsangebot, das dem System Artillerie mit seinen Elementen Führung, Aufklärung und Wirkung gerecht wird. An der Artillerieschule befindet sich der umfassende Sach– und Fachverstand der Truppengattung, der es dem General der Artillerie und Kommandeur der Artillerieschule ermöglicht, die Truppengattung zielgerichtet weiterzuentwickeln und für alle heutigen und künftigen Aufgaben vorzubereiten und auszubilden. Im Zuge der Einnahme der Struktur „Neues Heer“ wird die Artillerietruppe in ihrem Umfang weiter reduziert. Folglich wird sich auch der Ausbildungsbedarf für die Artillerieschule verändern. Dennoch hat sie mit den neuen Organisationselementen Fremdsprachenausbildung, Ausbildungsbataillon Offizieranwärter, niederländische Inspektion Panzerhaubitze 2000 und zivilberuflich anerkannter Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen eine attraktive Struktur und eine gesicherte Zukunftsperspektive.
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen das Ausbildungszentrum Munster vor. Informieren Sie sich über die Aufträge des Ausbildungszentrums Munster und lesen Sie, wie und mit welchen Mitteln es diese Aufträge wahrnimmt.

Das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen ist die zentrale Ausbildungseinrichtung für die Fernspähkräfte, Spezialisierten Kräfte und nationalen Spezialkräfte. Darüber hinaus führt das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen die Aus- und Weiterbildung für Fernspäh- und Spezialkräfte im internationalen Bereich im Rahmen des gebilligten Memorandum of Understanding durch. Spezialkräfte und Spezialisierte Kräfte genießen im Zuge der Transformation der Bundeswehr hohe Aufmerksamkeit. Die am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen vertretenen neun Nationen ermöglichen durch spezifische Fähigkeiten, Kenntnisse und aktuelle Einsatzerfahrungen die ständige zielgerichtete Weiterentwicklung und Optimierung der Ausbildung zur Erfüllung der heutigen und zukünftigen Aufgaben. Die an den aktuellen Einsatzerfordernissen ausgerichtete hochwertige Ausbildung wird im internationalen und nationalen Ausbildungsbereich sowie dem angegliederten Stützpunkt des Gefechtssimulationssystems SIRA Bataillon durchgeführt. Das auf die Bedarfsträger abgestimmte Lehrgangsangebot vermittelt dabei die notwendigen Fähigkeiten für den Einsatz von Soldaten und Führern im Rahmen von Einsätzen in speziellen Operationen im multinationalen Umfeld.
Die Gebirgs- und Winterkampfschule ist die zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres für die Ausbildung der Gebirgsjägertruppe. Sie bildet darüber hinaus Soldaten der gesamten Bundeswehr für den Kampf im Gebirge, im schwierigen Gelände und unter besonderen Umweltbedingungen aus. Die Schule nimmt federführend die Weiterentwicklung der Gebirgsjägertruppe und die Weiterentwicklung des Gebirgs- und Winterkampfes wahr. In insgesamt fast 50 verschiedenen Laufbahn-, Verwendungs- und Sonderlehrgängen werden jährlich circa 3.500 deutsche und circa 100 ausländische Lehrgangsteilnehmer aus über 30 Nationen umfassend in allen gebirgsspezifischen Bereichen ausgebildet. Ein Großteil der Ausbilder sind Heeresbergführer.
Das Gefechtssimulationszentrum Heer ist die zentrale Ausbildungseinrichtung für Simulation im Heer. Die verschiedenen Simulationsmodelle bieten Großverbänden, national und multinational, die Möglichkeit realitätsnah, kostengünstig und umweltschonend zu üben. Gezielte Auswertung und ständige Fortentwicklung der Simulationsmodelle dienen neben der Übungstätigkeit auch zur Gewinnung von Erkenntnissen für Truppenführung und Taktik, sowie für die Weiterentwicklung von Führungs- und Einsatzgrundsätzen besonders der Landstreitkräfte.
Aufgrund der sich stark geänderten Rahmenbedingungen seit dem Ende des kalten Krieges verlangt ein fordernder Ausbildungs- und Übungsbetrieb heute von der Bundeswehr im zunehmenden Maße Flexibilität und die Fähigkeit zu innovativer Anpassung.
Die Heeresfliegerwaffenschule ist die zentrale Ausbildungsstätte der Heeresfliegertruppe und schafft durch eine umfassende allgemein-militärische, fliegerische und Führerausbildung die Voraussetzung für die Luftbeweglichkeit und Luftmechanisierung des Heeres. Darüber hinaus findet die Hubschrauberführergrundausbildung aller Teilstreitkräfte in Bückeburg statt.
Die Infanterieschule ist die zentrale Ausbildungsstätte aller Führer der Infanterie vom Gruppenführer bis zum Bataillonskommandeur, aktiver Soldaten wie Soldaten der Reserve. In über 300 Lehrgängen und Übungen mit circa 24.000 Teilnehmern jährlich, bildet die Infanterieschule Soldaten aller Nationen aus. Darüber hinaus sind bisher mehr als 50.000 Soldatinnen und Soldaten in Hammelburg auf ihren Auslandseinsatz vorbereitet worden.
Seit 1956 besteht die Ausbildungseinrichtung der Fallschirmjäger und Transportflieger in der Garnisonsgemeinde Altenstadt/Obb. Die Luftlande- und Lufttransportschule ist die zentrale Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr für das Luftlande- und Lufttransportwesen, die Fallschirmsprungausbildung und die Überlebensausbildung unter verschiedenen Bedingungen. Darüber hinaus erhalten die Offiziere und Unteroffiziere der Fallschirmjägertruppe hier ihre luftlandespezifische Ausbildung. Weiterhin werden in Verwendungs- und Sonderlehrgängen deutsche und ausländische Lehrgangsteilnehmer, Beamte und Arbeitnehmer umfassend qualifiziert.
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen das Offizieranwärterbataillon Hammelburg vor. Informieren Sie sich hier über die Aufträge des Offizieranwärterbataillons Hammelburg und lesen Sie, wie und mit welchen Mitteln es diese Aufträge wahrnimmt.
Das Offizieranwärterbataillon Idar-Oberstein ist eines von insgesamt 3 Bataillonen die seit dem 01. Juli 2006 im Deutschen Heer aufgestellt worden sind. Die Offizieranwärter treten im Juli eines jeden Jahres ihren Dienst in einem dieser 3 Bataillone an und absolvieren dort ihren 6-monatigen Offizieranwärterlehrgang.
Das Offizieranwärterbataillon Munster ist eines von insgesamt 3 Bataillonen die seit dem 01. Juli 2006 im Deutschen Heer aufgestellt worden sind. Die Offizieranwärter treten im Juli eines jeden Jahres ihren Dienst in einem dieser 3 Bataillone an und absolvieren dort ihren 6-monatigen Offizieranwärterlehrgang.
Die Offizierschule des Heeres in Dresden ist die zentrale Ausbildungseinrichtung aller Offiziere des Heeres und der Streitkräftebasis. Sie bildet Offizieranwärter, Offiziere, Reserveoffizieranwärter, Reserveoffiziere und zivile Angehörige der Bundeswehr in Laufbahn-, Verwendungs- und Sonderlehrgängen aus und führt für Offiziere des Heeres und der Streitkräftebasis Führungs- und Fortbildungslehrgänge durch.
Die Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik ist die zentrale Ausbildungsstätte für die Pioniere des deutschen Heeres. Hier findet auch die Infrastrukturausbildung, die Ausbildung im Pionierdienst aller Truppen für Offiziere und Unteroffiziere sowie die Ausbildung im Feldlagerbau und -betrieb und die Schweißfachausbildung aller militärischen Organisationsbereiche statt. Die Pionierschule gliedert sich in den Bereich Lehre und Ausbildung mit einer Lehrgruppe und der Fachschule des Heeres für Bautechnik, den Schulstab, den Bereich Weiterentwicklung der Pioniertruppe und den Bereich Unterstützung.
Im Taktikzentrum des Heeres befindet sich umfassender Sach- und Fachverstand der Truppengattungen, der es ermöglicht, die taktische Aus- und Weiterbildung in den Landstreitkräften zu unterstützen, taktische Lehraussagen zu koordinieren, an der Weiterentwicklung der Taktik, der modernen Ausbildungstechnologien und Simulationsverfahren mitzuwirken.
Wir sind die zentrale Ausbildungsstätte für Aus- und Weiterbildung aller Instandsetzungssoldaten des Heeres. Darüber hinaus werden Soldaten und zivile Mitarbeiter der Luftwaffe, der Marine, des Zentralen Sanitätsdienstes, der Streitkräftebasis und Militärangehörige anderer Staaten ausgebildet.
Die Unteroffizierschule des Heeres ist die zentrale Ausbildungsstätte für die Ausbildung der Feldwebelanwärter/- innen und Feldwebel des Heeres und der Heeresuniformträger der Streitkräftebasis. Als Besonderheit ist die Dislozierung in drei Standorten hervorzuheben (Delitzsch - Stab und Lehrgruppe A; Münster - Lehrgruppe B und Weiden – Lehrgruppe C).