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Der Countdown läuft – Heeresflieger der Division Schnelle Kräfte üben für EU-Battlegroup

Ein Transporthubschrauber NH90 mit MG-Bewaffnung in den Seitentüren sichert die zweite Maschine zur Verwundetenevakuierung (Quelle Bundeswehr/Guido Ritter)

Im fiktiven Land „OBSIDIA“ haben die innerstaatlichen Spannungen zugenommen. Deshalb droht dort nun eine Krise auszubrechen. Durch die angespannte innenpolitische Situation sind Menschenleben gefährdet. Selbst die Regierung steht den Ausschreitungen zunehmend machtlos gegenüber. Eine rasche Lösung der Europäischen Union (EU), in Form einer Krisenintervention, ist erforderlich. Die schnelle Eingreiftruppe der EU, die EU-Battlegroup (EU BG), wird aktiviert. So lautet das Übungsszenario.

Tiger und NH90 bereit EU-Battlegroup

In der zweiten Jahreshälfte 2016 sind die zur Division Schnelle Kräfte (DSK) gehörenden Heeresflieger Bestandteil der stets für sechs Monate zu stellenden EU-Battlegroup. Das Kampfhubschrauberregiment 36 aus Fritzlar und die Transporthubschrauberregimenter 10 und 30 aus Faßberg und Niederstetten bilden dieses Mal die gemischte Heeresfliegerstaffel dieser EU-Battlegroup. Humanitäre Hilfe, Konfliktverhinderung, friedenserhaltende und stabilisierende Maßnahmen zählen zu den Aufgaben der EU-Battlegroup. Das Kampfhubschrauberregiment des Deutschen Heeres hat dabei die Federführung für Aufstellung, Vorbereitung und Ausbildung übernommen. Von Juli bis Dezember 2016 werden sie dann zusammen mit Truppenteilen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Niederlande, Kroatien, Irland und Luxemburg in die Bereitschaftsphase eintreten.

Herausforderungen annehmen

Kampfhubschrauber Tiger taucht aus dem Nebel auf – auch bei schlechtem Wetter entgeht der Besatzung nichts (Quelle: Bundeswehr/Guido Ritter)

Vor der internationalen Zertifizierung der EU-Battlegroup gilt es, diese Aufgaben zusammen mit Teilen des Panzergrenadierbataillons 212 aus Augustdorf und dem Jägerbataillon 1 aus Schwarzenborn in den nächsten Tagen auf dem Truppenübungsplatz Bergen zu üben.

Transporthubschrauber NH90 im Landeanflug (Quelle: Bundeswehr/Guido Ritter)

Oberstleutnant Thomas Blum, stellvertretender Kommandeur des Kampfhubschrauberregimentes 36 ist der Exercise Director (Leiter der Übung) für die Übung ROTER FALKE III. Er ist sich der künftigen Herausforderungen bewusst und freut sich zugleich darauf, die Leistungsfähigkeit der Heeresflieger praktisch zu zeigen. „Die Herausforderung wird sein, die Fähigkeiten des Kampfhubschraubers Tiger, des Transporthubschraubers NH90 und der infanteristischen Komponente personell, materiell und organisatorisch zu bündeln, um unsere gemeinsamen Stärken herauszustellen und dann unseren Beitrag für die EU-Battlegroup zur Verfügung zu stellen“, so Blum.

„Forward Air MedEvac“ (FAM): Transporthubschrauber NH90 in der Rolle Verwundetenevakuierung (Quelle: Bundeswehr/Guido Ritter)

Der Trainingsplan für die nächsten Tage ist eng gestrickt. Konvoi-Überwachung, eine Bergeübung eines abgestürzten Tigers oder fliegerische Kampfeinsätze bis hin zur Rettung Verwundeter aus der Luft (Forward Air MedEvac: FAM) stehen bis zum Übungsende auf dem Programm. „Ich freue mich auf die bevorstehende Zeit und mit meinen motivierten Soldatinnen und Soldaten einsatznahe Szenarien zu üben“, so Blum weiter.

Stets auf der Hut: Kampfhubschrauber Tiger im Schwebeflug bei Überwachung eines Versorgungskonvois (Quelle: Bundeswehr/Guido Ritter)

Bereits im letzten Jahr haben sich die Soldaten gemeinsam mit den Fallschirmjägern der DSK im Rahmen der Übungsserie ROTER FALKE vorbereitet. Für die Heeresfliegerstaffel ist die Übung ROTER FALKE III die finale Übung vor der großen Bewährungsprobe im April. Im April 2016 folgt dann in der Übung EUROPEAN SPIRIT die internationale Zertifizierung.


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Stand vom: 03.02.16 | Autor: Katharina Ryske


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