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Gebirgsjäger greifen an – Verteidigungsministerin ist beeindruckt

Mit drei Abseilstellen nebeneinander brechen die Soldaten der Sturmgruppe in die feindlichen Stellungen ein

Mit drei Abseilstellen nebeneinander brechen die Soldaten der Sturmgruppe in die feindlichen Stellungen ein (Quelle Heer/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Bad Reichenhall, 24.03.2016.
Im Raum Bad Reichenhall besetzen feindliche Kräfte in Kompaniestärke die Übergänge zum Pass Hallthurm und zum Schwarzbachsattel. Die 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 hat den Auftrag, die angrenzenden Höhen zu gewinnen. Ziel ist es, den Feind in der Flanke anzugreifen und niederzukämpfen. Mitten im Geschehen die Verteidigungsministerin, Ursula von der Leyen. Und zwar in einem Gefechtsszenario der Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall. Sie zeigten am 23. März der Ministerin ihr Können.

Wer die Höhen beherrscht, beherrscht die Täler: ein MG-Schütze der Deckungsgruppe

Wer die Höhen beherrscht, beherrscht die Täler: ein MG-Schütze der Deckungsgruppe (Quelle: Heer/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

„Wer die Höhen beherrscht, beherrscht auch die Täler. Ein alter Grundsatz im Gebirgskampf“, erklärt Oberleutnant Michael Klaß, Zugführer des Alpha-Zuges, der vorne eingesetzt ist. Es folgen Bravo und Charlie. Für den Angriff ist der Zug des Oberleutnants in ein Sturm- und ein Deckungselement aufgeteilt, um das Prinzip von Feuer und Bewegung am besten umzusetzen. Die eine Gruppe zwingt den Feind mit Gewehrfeuer in Deckung, die andere bricht in die Stellungen des Feindes ein.

Alpha-Zug greift an

Die Kommandoseilschaft ist möglichst leicht ausgerüstet, um die Bewegung im Fels zu erleichtern

Die Kommandoseilschaft ist möglichst leicht ausgerüstet, um die Bewegung im Fels zu erleichtern (Quelle: Heer/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Bis die Gebirgsjäger den Feind angreifen können, gilt es sich ungesehen anzunähern. Mit der Kommandoseilschaft steigen zuerst zwei Soldaten der Sturmgruppe 1 senkrecht die Felswand nach oben. Die Verteidigungsministerin bekommt einen ersten Einblick in die vielseitige Ausbildung der Gebirgsspezialisten. „Beim militärischen Bergsteigen kommt es darauf an, die Wand sicher und schnell zu durchklettern“, so Klaß. Dafür werden auch Hilfsmittel wie Schlingen und Schnüre genutzt. Sobald der erste Soldat die Felskante erreicht hat, sucht er sich einen festen Standplatz, um den nachsteigenden Soldaten zu sichern. Dann bringt er das Seil auf Spannung. So kann der zweite Soldat die Felswand deutlich schneller hinaufklettern. Die restliche Sturmgruppe wird dann über einen Mannschaftszug nach oben gezogen.

Am Seilgeländer gesichert nähert sich die Deckungsgruppe ihrer befohlenen Stellung

Am Seilgeländer gesichert nähert sich die Deckungsgruppe ihrer befohlenen Stellung (Quelle: Heer/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Die Deckungsgruppe nutzt zum Überwinden der Höhenmeter ein Seilgeländer. Dabei befestigt ein Bautrupp das Seil an Karabinern, die sich in der Wand befinden. Gesichert und mit schweren Waffen ausgerüstet erklimmt die Deckungsgruppe die Felswand. Meist sind der Anmarsch und die Phase der Annäherung im Gebirge zeitaufwändig und kräftezehrend, denn die Reichenhaller Gebirgsjäger müssen zuerst die umliegenden Höhen erreichen, um den Feind anzugreifen. Ist das geschafft, stehen alle Zeichen nur noch auf Angriff.

Sturm und Einbruch

Nach dem Abseilen heißt es für die Sturmgruppe Feind niederkämpfen und Stellung beziehen

Nach dem Abseilen heißt es für die Sturmgruppe Feind niederkämpfen und Stellung beziehen (Quelle: Heer/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

„Alpha an alle: drei, zwei, eins – Hammer, Hammer“, ruft Zugführer Klaß über Funk. Die Deckungsgruppe hält mit ihren Maschinengewehren den Feind nieder. Nebelkörper und Handgranaten der Sturmgruppe 1 fliegen in die Schlucht. Dann folgen die Seile. Die Gebirgsjäger stürmen die senkrechte Felswand hinab. Wieder festen Boden unter den Füßen lösen sie sich von den Seilen und kämpfen den Feind nieder. Nach und nach folgen weitere Gebirgsjäger, bis der gesamte Zug in den feindlichen Stellungen ist.

Zufrieden mit der Truppe

Sichtlich zufrieden: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Gespräch mit den Soldaten

Sichtlich zufrieden: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Gespräch mit den Soldaten (Quelle: Heer/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

„Wir haben hier heute bei den Gebirgsjägern eine beeindruckende Vorführung ihrer Fähigkeiten erlebt. Eine Truppe, die bestens ausgebildet ist für die außergewöhnlichen Aufgaben, die sie zu leisten hat“, sagt die Ministerin sichtlich beeindruckt.


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Stand vom: 24.03.16 | Autor: Andre Klimke


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