Kürass 2011: Die Dreizehnte übt komplexe Landoperationen

„Kürass: Panzergrenadier im Gefecht“ (Quelle: Heer/Volker Jung)
Abwehr eines Angriffs, Führen eines Gegenangriffs, Stabilisierung der Region und Kampf gegen asymmetrische Gegner. Vom 28. März bis 13. April üben 2.500 Soldaten der 13. Panzergrenadierdivision die Fähigkeit zur Führung von komplexen Landoperationen.
Als Übungsland dient die fiktive Insel Azoria – rund 3.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Hier droht ein bewaffneter Konflikt zwischen den Staaten Leineland, Hanseland und Münsterland. Genug Zündstoff, um die beteiligten Soldaten mit anspruchsvollen Szenarien zu fordern. Die Übung findet in der Region Gifhorn, Bergen und Nienburg statt.
Die Themen
Die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ aus Torgelow bezog anlässlich der Divisionsübung „Kürass 2011“ der 13. Panzergrenadierdivision aus Leipzig für zwei Wochen den Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen. Dort sollten die taktischen Fertigkeiten geübt und überprüft werden.
Das Führungspersonal der 13. Panzergrenadierdivision übte in den letzten Wochen die Fertigkeiten bei der Planung, Führung von Landoperationen im gesamten Aufgabenspektrum. Die Übung Kürass war Ausbildung des Personals der Stäbe und des Gefechtsstandspersonal in der klassischen Aufgabe der Bundeswehr, in der Landesverteidigung gegen einen „symetrischen“ Aggressor.
Übungserlebnisse
Oberstabsgefreiter Marcel Lenz führte ein Tagebuch während der Übung Kürass und erzählt die Erlebnisse aus seiner Sicht. Der Oberstabsgefreite wurde im April 2005 zur Bundeswehr einberufen, seitdem ist er Soldat in der Personalabteilung und seit Februar 2010 der Reservistenbearbeiter für das Panzergrenadierbataillon 411, im verschlafenen Viereck, unweit von Prenzlau entfernt.
Übungserlebnisse (PDF, 19,6 kB, 6 Seiten)
Bei der Divisionsrahmenübung Kürass 2011 planten rund 120 Soldaten des Panzerbataillons 413 zum Ende des Übungsdurchganges der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“, einen Angriff. Modernste Führungsmittel wie das „Führungsinformationssystem Heer“ kamen dabei zum Einsatz. Die Erfahrungen aus dieser Übung fließen unmittelbar mit ein in die Einsatzvorbereitungen des Verbandes 2012 in Afghanistan.
Die Divisionsrahmenübung „Kürass 2011“ führte die 13. Panzergrenadierdivision vom 28. März bis zum 13. April in die Lüneburger Heide. Ziel der Übung war es, die dem militärischen Großverband unterstellten Brigaden auf dem Gebiet der Operationsführung auszubilden.
Die Kamera läuft. Aufmerksam schaut der Oberstabsfeldwebel mit den rosa Litzen der Panzertruppe auf den Redakteur. „Nein“, sagt er, ich war schon in Einsätzen, aber noch nicht in Afghanistan.“ Ruhig steht er da, hört die Fragen des Mannes mit dem Mikrophon in der Hand genau zu, überlegt kurz. „Meine Frau und ich bereiten uns schon auf das halbe Jahr vor, aber wir fühlen uns gut betreut von meinem Verband.“ Medientraining gehört dazu bei der Übung „Kürass 2011“.
„Wir brauchen sie und wir sind schon ein bisschen stolz, dass fast alle gekommen sind, die wir angeschrieben haben.“ Gemeint sind Soldaten der Reserve. Generalmajor Achim Lidsba, Kommandeur der 13. Panzergrenadierdivison hat die Ärmel hochgekrempelt. Er sitzt im Leitungsgefechtsstand vor einem aufgeklappten Laptop und verfolgt auf dem Bildschirm die Lageentwicklung der Divisionsrahmenübung „Kürass“. Der Schwerpunkt liegt, wie bei einer Rahmenübung zu erwarten, bei den Offizieren - aber auch Unteroffiziere und Mannschaften sind gekommen.
Autofahrer, die in diesen Tagen und Wochen zwischen Ehra-Lessien, Celle und Bergen unterwegs sind, werden häufig Fahrzeuge der 13. Panzergrenadierdivision aus Leipzig zu Gesicht bekommen. Das Leitungspersonal der Division und die unterstellten Stäbe der „Dreizehnten“ bereitet sich mit der Übung „Kürass 2011“ in der Lüneburger Heide auf ihre erneuten Einsätze in Afghanistan und auf dem Balkan vor, Gefechtsstände werden eingerichtet und gesichert.
Die Divisionsübung „Kürass 2011“ ist in vollem Gang. Dies konnten nun auch die ansässigen Anwohner live miterleben. Die Bataillonsgefechtsstände verschoben sich aus dem Raum nördlich von Gifhorn in ihre neu zugewiesenen Bereiche um Bergen. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Geschehen. Vor allem beeindruckten die schweren Kampfpanzer des Panzerbataillons 393 aus Bad Salzungen.
Hauptgefreiter Alexander Feder steht an der Lagekarte. Er zeichnet blaue und rote Symbole auf der zwei Mal zwei Meter großen Karte ein und setzt so Stück für Stück das Lagebild zusammen. Feder ist 20 Jahre alt und seit 1. Januar 2010 Soldat im Panzerpionierbataillon 701 aus Gera. Er ist Stabsdienstsoldat und während der Übung auf dem Gefechtstand des Bataillons eingesetzt.
Auf einer kleinen Insel, 3.000 Kilometer von Deutschland entfernt, droht eine kriegerische Auseinandersetzung, so der Rahmen für die Divisionsrahmenübung Kürass 2011 der 13. Panzergrenadierdivision. Im Zeitraum 28. März bis 13. April 2011 werden etwa 2.500 Soldaten der 13. Panzergrenadierdivision ihre Heimatstandorte verlassen, um in der Lüneburger Heide die Fähigkeit zum Führen von komplexen Landoperationen zu üben. Geübt wird in der Region Gifhorn, Bergen und Nienburg.