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Geschichte

1956 - 1966

Die Geburtsstunde der Panzertruppenschule, dem Vorgänger des heutigen Ausbildungszentrums Munseter, schlug am 22. März 1956, als mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 9 des Heeres die Aufstellung der Truppenschulen für die Panzer- und Panzergrenadiertruppe angeordnet wurde. Beide etablierten sich in Munster. Zeitgleich wurden die Schulen für die Panzeraufklärungs- und die Panzerjägertruppe in Bremen eingerichtet.

Aufgabe dieser Schulen sollte die Erziehung und Ausbildung der zukünftigen Vorgesetzten und des Führernachwuchses sein.

Bereits am 01. Oktober 1957 erfolgte die erste Umgliederung. Die Schulen für die Panzer- und die Panzergrenadiertruppe wurden zur „Panzertruppenschule" zusammengelegt – aus der Überlegung heraus, das notwendigerweise enge Zusammenwirken von Panzern und Panzergrenadieren auf dem Gefechtsfeld bereits in der gemeinsamen Ausbildung an einer Schule zu üben. Gleichzeitig wurden der Panzertruppenschule das Panzerlehrbataillon und das Panzergrenadierlehrbataillon unterstellt.

Mit dem „Befehl für die Erweiterung der Panzertruppenschule" vom 15. Juli 1958 erhielt die Schule eine neue Gliederung. Sie verfügte damals über ein Stammpersonal von 467 Soldaten und zivilen Mitarbeitern. Nachdem der Kommandostab anfänglich in Teilen der heutigen Hindenburg-Kaserne untergebracht war und von November 1957 bis Mitte 1958 im Knochenhauer-Haus residierte, zog man jetzt um in die neu erstellten Gebäude der ehemaligen „Muna-Ost" – das heutige Munzel-Haus in der Panzertruppenschule.

Es folgten weitere Veränderungen und Umgliederungen:

  • ab 15. September 1958: Aufstellung der Panzerlehrbrigade
  • ab 01. November 1958: Aufstellung der Lehrgruppe C
  • im zweiten Quartal 1961: Einrichten des Unteroffizierstabes
  • am 01. Februar 1963: erneute Umgliederung der Schule und Umbenennung in Kampftruppenschule 2
Die folgenden Jahre wurden zur Konsolidierung genutzt. Die Infrastruktur der Schule entwickelte sich mit den wachsenden Aufträgen. Bald bekam ein dritter Auftrag – neben der Ausbildung des Führernachwuchses und den Aufgaben des Spezialstabes ATV – einen immer höheren Stellenwert: Die Schule und die ihr unterstellte Panzerlehrbrigade 9 wurden zum „Schaufenster des deutschen Heeres".

Die Information ziviler und militärischer Besucher nahm einen breiten Raum ein. Noch heute ist das hohe Ansehen, das Schule und Panzerlehrbrigade im In- und Ausland genießen, zum großen Teil der Vorführung und dem Gewicht der fachlichen Aussagen zu verdanken.


1967 - 1990

1967 begann im Heer die Planung für eine neue Organisation der Kampftruppenschulen. Das Ergebnis war eine neue, personalsparende Gliederung. Im folgenden Jahr wurde die Panzerjägerschule, die inzwischen in Kampftruppenschule III umbenannt worden war, nach Munster in die Hindenburg-Kaserne verlegt. Vier Jahre später, im Jahr 1972, wurden die Kampftruppenschulen II und III zur Kampftruppenschule II/III zusammengefasst.

Am 01. Oktober 1975 wurde die Schule um ein weiteres Element – die Fachschule des Heeres für Erziehung – vergrößert und in „Kampftruppenschule 2 und Fachschule des Heeres für Erziehung" umbenannt.

Als Anerkennung für geleistete Arbeit wurde der Schule am 13. November 1978 die „Medaille des Heeres" verliehen.

Durch den ständig steigenden Bedarf an infrastrukturellen Einrichtungen drohte die Schule im 20. Jahr ihres Bestehens aus den Nähten zu platzen. Aus diesem Grund wurde die Schirrmeisterausbildung zur Schule Technische Truppen 1 in Aachen und die Mörserausbildung zur Kampftruppenschule 1 in Hammelburg verlegt. Mit der Ausgliederung und Verlegung der Fachschule des Heeres für Erziehung am 01. April 1981 nach Darmstadt hieß die Schule in Munster nun wieder „Kampftruppenschule 2".

Am 01. April 1986 folgte die nächste Umgliederung. Mit einer erneut planstelleneinsparenden Organisationsstruktur wurde eine zentrale Bereitstellung von Ausbildungsgerät und Ausbildungseinrichtungen eingeführt.

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1991 - 2005

Im Zuge der Vorbereitung für eine erneute Änderung der Schulgliederung mit dem Ziel, Ausbildung und Lehre weiter zu verbessern sowie den geänderten Anforderungen der Heeresstruktur 5 gerecht zu werden, wurde die Schule auch wieder umbenannt. Seit September 1991 trägt sie in Fortführung der Tradition und im Gedenken an die Gründerväter aus dem Jahre 1956 wieder den Namen „Panzertruppenschule".

Die Panzertruppenschule erscheint in diesem Jahrtausend in einem neuen Gewand. In den Jahren ihres Bestehens hat sie sich immer wieder neuen Anforderungen durch aufgaben- und auftragsorientierte Gliederungen angepasst.

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2006, 2007 – Auf dem Weg zum Ausbildungszentrum Munster

Sichtbares erstes Zeichen war ein nach Auftrag und Gliederung völlig neu geschaffener Verband, das Offizieranwärterbataillon Munster, das im Juli 2006 den Ausbildungsbetrieb aufnahm.

Bis zu 400 Offizieranwärter eines Offizieranwärterjahrganges erfahren jeweils im zweiten Halbjahr des Jahres ihre sechsmonatige grundlegende Ausbildung beim Offizieranwärterbataillon Munster.


Das Jahr 2007 war geprägt von Umgliederung und internationaler Ausbildung.

So wurden beispielweise chilenische, türkische, singapurische und kanadische Soldaten auf dem Kampfpanzer Leopard 2 ausgebildet.
Dies ist nicht nur aufgrund der Sprache eine Herausforderung für die Ausbilder.

Seit dem 01.10.2007 wird in der Kaserne der Panzertruppenschule das Ausbildungszentrum Munster aufgestellt. Es setzt sich aus den Ausbildungszentren der Panzertruppen, der Heeresaufklärungstruppe und der Heeresflugabwehrtruppe zusammen.

Ein übergeordneter Zentralbereich leistet einen Großteil der Stabstätigkeiten, ein Unterstützungsbereich stellt die Durchführbarkeit der Ausbildung sicher.

Das Ausbildungszentrum der Panzertruppen hat seit dem 01.10.2007 die Aufgaben Lehre und Weiterentwicklung der ehemaligen Panzertruppenschule übernommen.

Zum 01.10.2007 wurde die Rekrutenkompanie 2 aufgestellt. Dort erlernen in jedem Quartal 193 Wehrpflichtige aus dem Heeresamtsbereich in der Allgemeinen Grundausbildung (AGA) die Grundfertigkeiten des Soldatenberufes.

Das Ausbildungszentrum der neuen Truppengattung Heeresaufklärungstruppe wurde zum 01.10.2007 aufgestellt. Es ist ebenfalls in die Bereiche Lehrgänge und Weiterentwicklung unterteilt.

Das Ausbildungszentrum der Heeresflugabwehrtruppe befindet sich in Rendsburg und entstand aus der ehemaligen Heeresflugabwehrschule. Es wurde am 28.11.2007 dem Ausbildungszentrum Munster unterstellt und ist ebenfalls in die Bereiche Lehrgänge und Weiterentwicklung unterteilt.

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2008 - 2011 – Das Ausbildungszentrum Munster

Am 06.03.2008 wurde der offizielle Indienststellungsappell des Ausbildungszentrums durch den Inspekteur des Heeres in Munster durchgeführt.

Das Ausbildungszentrum der Heeresflugabwehrtruppe wurde 2010 beginnend aus Rendsburg zustationiert. Das spezifische Schießen der Heeresflugabwehr fand unverändert in den Außenstellen Todendorf und Putlos statt.

2010 konnte alle Umstrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen werden.

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Ausbildungszentrum Heeresflugabwehrtruppe

Die Heeresflugabwehrschule ist mit ihrem Mutterhaus in der traditionsreichen Garnisonsstadt Rendsburg und mit dem Ausbildungszentrum Flugabwehr/Fliegerabwehr auf dem Flugabwehrschießplatz Todendorf sowie dem Truppenübungsplatz Putlos stationiert und somit die nördlichste Truppenschule des deutschen Heeres.
Die Heeresflugabwehrschule wurde 1956 in Rendsburg aufgestellt. Kurz danach wurde daraus eine gemeinsame Ausbildungseinrichtung von Heer und Luftwaffe. Ab 1964 ist sie zwar wieder eine ausschließlich zum Organisationsbereich des Heeres gehörende Truppenschule, führte aber von 1987 bis 2004 auch für die Luftwaffe die Ausbildung am Flugabwehraketensystem Roland durch. 1968 beginnend wurden einige Ausbildungsbereiche der Schule auf den Flugabwehrschießplatz Todendorf an der Ostsee verlegt. Heute befindet sich dort ein organisch zur Heeresflugabwehrschule gehörendes Ausbildungszentrum.

Kaserne trug von Ihrer Errichtung bis 1964 den Namen "Flak-Kaserne", ab 1964, nach dem ersten Inspekteur der Flak-Artillerie, Generaloberst Günter Rüdel, die Bezeichnung "Rüdel-Kaserne". Im Jahr 2000 wurde sie in "Feldwebel-Schmid-Kaserne" umbenannt. Feldwebel Schmid hat als Soldat der Wehrmacht im Wilnaer Ghetto Hunderten von
Juden das Leben gerettet, wurde deswegen 1942 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

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Ausbildungszentrum Panzertruppen

Aufstellung der Truppenschulen
Die Geburtsstunde der Panzertruppenschule schlug am 22. März 1956, als mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 9 (Heer) die Aufstellung der Truppenschulen für die Panzer- und Panzergrenadiertruppe angeordnet wurde. Beide etablierten sich in Munster. Zeitgleich wurden die Schulen für die Panzeraufklärungs- und die Panzerjägertruppe in Bremen eingerichtet. Aufgabe dieser Schulen sollte die Erziehung und Ausbildung der zukünftigen Vorgesetzten und des Führernachwuchses sein. Bereits am 01. Oktober 1957 erfolgte die erste Umgliederung. Die Schulen für die Panzer- und die Panzergrenadiertruppe wurden zur „Panzertruppenschule" zusammengelegt – aus der Überlegung heraus, das notwendigerweise enge Zusammenwirken von Panzern und Panzergrenadieren auf dem Gefechtsfeld bereits in der gemeinsamen Ausbildung an einer Schule zu üben. Gleichzeitig wurde der Panzertruppenschule das Panzerlehrbataillon und das Panzergrenadierlehrbataillon unterstellt.


Umgliederung der Panzertruppen
Mit dem „Befehl für die Erweiterung der Panzertruppenschule" vom 15. Juli 1958 erhielt die Schule eine neue Gliederung. Sie verfügte damals über ein Stammpersonal von 467 Soldaten und zivilen Mitarbeitern. Nachdem der Kommandostab anfänglich in Teilen der heutigen Hindenburg-Kaserne untergebracht war und von November 1957 bis Mitte 1958 im Knochenhauer-Haus residierte, zog man jetzt um in die neu erstellten Gebäude der ehemaligen „Muna-Ost" – das heutige Munzel-Haus in der Panzertruppenschule. Und weiter ging der Reigen der Umgliederungen:

  • ab 15. September 1958: Aufstellung der Panzerlehrbrigade
  • ab 01. November 1958: Aufstellung der Lehrgruppe C
  • im zweiten Quartal 1961: Einrichten des Unteroffizierstabes
  • am 01. Februar 1963: erneute Umgliederung der Schule und Umbenennung in Kampftruppenschule 2
Die folgenden Jahre wurden zur Konsolidierung genutzt. Die Infrastruktur der Schule entwickelte sich mit den wachsenden Aufträgen. Bald bekam ein dritter Auftrag – neben der Ausbildung des Führernachwuchses und den Aufgaben des Spezialstabes ATV – einen immer höheren Stellenwert: Die Schule und die ihr unterstellte Panzerlehrbrigade 9 wurden zum „Schaufenster des deutschen Heeres".

Die Information ziviler und militärischer Besucher nahm einen breiten Raum ein. Noch heute ist das hohe Ansehen, das Schule und Panzerlehrbrigade im In- und Ausland genießen, zum großen Teil der Perfektion der Vorführung und dem Gewicht der fachlichen Aussagen zu verdanken.


Die neue Organisation der Kampftruppenschulen
1967 begann im Heer die Planung für eine neue Organisation der Kampftruppenschulen. Das Ergebnis war eine neue, personalsparende Gliederung. Im folgenden Jahr wurde die Panzerjägerschule, die inzwischen in Kampftruppenschule III umbenannt worden war, nach Munster in die Hindenburg-Kaserne verlegt. Vier Jahre später, im Jahr 1972, wurden die Kampftruppenschulen II und III zur Kampftruppenschule II/III zusammengefasst. Am 01. Oktober 1975 wurde die Schule um ein weiteres Element – die Fachschule des Heeres für Erziehung – vergrößert und in „Kampftruppenschule 2 und Fachschule des Heeres für Erziehung" umbenannt. Als Anerkennung für geleistete Arbeit wurde der Schule am 13. November 1978 die „Medaille des Heeres" verliehen.

Durch den ständig steigenden Bedarf an infrastrukturellen Einrichtungen drohte die Schule im 20. Jahr ihres Bestehens aus den Nähten zu platzen. Aus diesem Grund wurde die Schirrmeisterausbildung zur Schule Technische Truppen 1 in Aachen und die Mörserausbildung zur Kampftruppenschule 1 in Hammelburg verlegt. Mit der Ausgliederung und Verlegung der Fachschule des Heeres für Erziehung am 01. April 1981 nachDarmstadt hieß die Schule in Munster nun wieder „Kampftruppenschule 2".

Am 01. April 1986 folgte die nächste Umgliederung. Mit einer erneut planstelleneinsparenden Organisationsstruktur wurde eine zentrale Bereitstellung von Ausbildungsgerät und Ausbildungseinrichtungen eingeführt.

Im Zuge der Vorbereitung für eine erneute Änderung der Schulgliederung mit dem Ziel, Ausbildung und Lehre weiter zu verbessern sowie den geänderten Anforderungen der Heeresstruktur 5 gerecht zu werden, wurde die Schule auch wieder umbenannt. Seit September 1991 trägt sie in Fortführung der Tradition und im Gedenken an die Gründerväter aus dem Jahre 1956 wieder den Namen „Panzertruppenschule".

Die Panzertruppenschule erscheint zum Beginn des neuen Jahrtausends in einem neuen Gewand. In den Jahren ihres Bestehens hat sie sich immer wieder neuen Anforderungen durch aufgaben- und auftragsorientierte Gliederungen angepasst.



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Stand vom: 07.08.12


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