Ausbildungseinrichtungen
Die Ausrichtung der Bundeswehr auf ein breitgefächertes Einsatzspektrum in der gesamten Bandbreite von Katastrophenhilfe und Unterstützung im Inland über Einsätze im Rahmen internationaler Konfliktverhütung und Krisenbewältigung bis hin zur Bereitschaft für Bündnis- und Landesverteidigung bedeutet auch für die ABC- und Selbstschutzschule eine ständige Anpassung und Optimierung der lehrgangsgebundenen Ausbildung. Neben den „klassischen“ Teilbereichen der ABC-Abwehr, den naturwissenschaftlichen Grundlagen wie Physik, Biologie und Chemie, gehören jetzt auch die gemeinhin als „Schutzaufgaben“ bezeichneten Bereiche wie Strahlenschutz, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Selbstschutz und Brandschutz in das Ausbildungsspektrum der ABC- und Selbstschutzschule. Die Ausbildung im Strahlenschutz und Arbeitsschutz wird zivil anerkannt und – neben Soldatinnen/Soldaten und Feuerwehrpersonal der Bundeswehr – auch durch Mitarbeiter anderer Bundesbehörden und der Wehrverwaltung besucht.
In der ersten Hälfte des Jahres 2006 qualifizierte das Personal der ABC- und Selbstschutzschule unter anderem auch die ABC-Abwehrkräfte zusammen mit zivilen Behörden, die im Rahmen der FIFA-Fußballweltmeisterschaft zur Unterstützung eingesetzt wurden. Weiterhin waren die Zentrale Unterstützungsgruppe Bund, die Bundespolizei, Feuerwehren der Kommunen verschiedener Bundesländer und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit seiner „Analytical Task Force“ in Sonthofen zu Gast. Insbesondere das vielfältige Informationsangebot und die praktischen Möglichkeiten in Kombination mit dem wissenschaftlichen Sachverstand der Fachbereichsleiter wurden dabei gerne in Anspruch genommen.
Integrales Element der Truppenschule sind die nahezu vierzig anspruchsvollen Spezialausbildungsstätten, in denen nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern der Ausbildungsstoff praxisnah und „erlebnisorientiert“ erfahrbar gemacht wird. Dabei reicht das Spektrum von Technik-Hörsälen für die Wartung und Instandsetzung von ABC-Abwehrgerät über dauerhaft eingerichtete Mess- und Experimentalpraktika bis hin zu Übungsanlagen im Freien für die Strahlenschutzausbildung, die atomare (A) und chemische (C) Spürausbildung sowie biologische (B) Probennahmeausbildung.









