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Geschichte

Die Bundeswehr in Pfullendorf

Nachdem auf langjähriges Betreiben des Stadtrats am 13. September 1956 endgültig die Entscheidung gefallen war, in Pfullendorf eine Garnison einzurichten, erfolgte am 20. Juli 1957 der erste Spatenstich zur Erbauung der “Neuen Kaserne” in Pfullendorf. Nach fast zweijähriger Bauzeit wurde der erste Bauabschnitt im Sommer des Jahres 1959 beendet. Der feierliche Einzug des neu aufgestellten Feldartilleriebataillons 101 am 22. Juni 1959 füllte die Kaserne mit Leben.

Am 1. Oktober 1960 etablierte sich das Raketenartilleriebataillon 102 als zweiter Verband in Pfullendorf. Ihm folgte im Dezember desselben Jahres der Stab des Artillerieregiments 10, dem beide Verbände unterstellt waren.

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Generaloberst-von-Fritsch-Kaserne

Die “Neue Kaserne” wurde im Oktober 1964 in “Generaloberst-von-Fritsch-Kaserne” umbenannt.

Im April 1970 erhielt das Regiment mit der Aufstellung der Beobachtungsbatterie 10 die für die Artillerie so wichtige Aufklärungskomponente dazu.

Zahlreiche Patenschaften wurden in den 70er Jahren zwischen den Pfullendorfer Bundeswehrverbänden und den Gemeinden des Umlandes geschlossen, worauf sich nicht zuletzt die tiefe Verwurzelung der Garnison in der Region Oberer Linzgau auch heute noch gründet.

Im April 1980 wurde aus dem Personal der Beobachtungsbatterie 10 das Beobachtungsbataillon 103 aufgestellt. Damit lag zum ersten Mal in der Geschichte der Bundeswehr ein komplettes Artillerieregiment an einem Standort.

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Transformation der Bundeswehr hinterlässt Spuren

Einen großen Einschnitt für die Garnisonsstadt Pfullendorf gab es allerdings im Jahre 1990, als im Zuge der Umstrukturierung der Bundeswehr das Artillerieregiment 10 den Befehl zur Umgliederung in das Jägerregiment 10 erhielt, das dann am 25. September 1991 in einem feierlichen Appell in Dienst gestellt, aber nach nur 6-jährigem Bestehen am 30.09.97 wieder aufgelöst wurde.

Es sah zunächst so aus, als bedeutete das damals das Ende der Ära Bundeswehr in Pfullendorf, wenn nicht Gemeinderat und an der Spitze Bürgermeister Dr. Heiko Schmid politischen Druck gemacht hätten, um den Verlust dieses enormen Wirtschaftsfaktors abzuwenden. Eine Initiative „Pro Standort Pfullendorf“ mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft der Linzgaustadt sammelte in kurzer Zeit rund 4.600 Unterschriften für den Erhalt des Standorts.

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Ausbildungszentrum Spezielle Operationen

Aufatmen gab es, als die Verlegung der Internationalen Fernspähschule von Weingarten nach Pfullendorf bekanntgegeben wurde. Seit Juli 1997 sind Fernspäher aus neun Nationen in Pfullendorf zu Hause, die gemeinsam mit den Angehörigen der Truppenverwaltung, der Standortverwaltung und des Kraftfahrausbildungszentrums, ihren Dienst in der Generaloberst-von-Fritsch-Kaserne verrichten.

Zum 01. April 2003 wurde die Internationale Fernspähschule in Ausbildungszentrum Spezielle Operationen umbenannt.

Geschichte
1974

Erste Überlegungen der Euro Nato Army Sub Group, Long Range Reconnaissance Patrol- und Special Force-Training zu zentralisieren.

1977

Belgien, Deutschland, Niederlande und Vereintes Königreich entsenden Offiziere und Unteroffiziere nach Neuhausen ob Eck zum damaligen Fernspähausbildungszentrum 900, um den Aufbau einer gemeinsamen Schule zu planen.

1979

Gründung der Internationalen Fernspähschule.

1980

Verlegung von Neuhausen ob Eck nach Weingarten. Unterzeichnung des ersten Memorandum Of Understanding (MOU) durch Belgien, Deutschland und Vereintes Königreich.

1981

Beitritt Griechenlands zum MOU.

1986

Beitritt der Vereinigten Staaten zum zum MOU.

1989

Beitritt Norwegens zum MOU.

1991

Beitritt Italiens zum MOU.

1992

Beitritt der Niederlande zum MOU.

1994

Beitritt Dänemarks zum MOU.

1995

Aufstellung der Gruppe Weiterentwicklung, heutiger Standort beim Kommando Spezialkräfte Calw

1996

20.000 Lehrgangsteilnehmer

1997

Verlegung von Weingarten nach Pfullendorf, Beitritt der Türkei zum MOU.

2000

Austritt Großbritanniens aus MOU.

2003

Umbenennung als Ausbildungszentrum Spezielle Operationen zum 01.04.2003

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Redaktion Heer


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