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Auftrag

Auftrag und Gliederung der Division Spezielle Operationen sind maßgeschneidert für mögliche Einsätze im nationalen und internationalen Wirkverbund. Ihr Auftrag umfasst die Befähigung zu folgenden Operationen:

Militärische Evakuierungsoperationen

Evakuierungsoperationen sind der Sammelbegriff für Operationen, bei denen Menschen im Ausland aus drohender Lebensgefahr gerettet werden. Bei militärischen Evakuierungsoperationen werden deutsche Staatsbürger sowie gegebenenfalls Bürger anderer Nationen durch Soldaten der Bundeswehr aus Krisen- und Kriegsgebieten gerettet. Kommt es zu einer Geiselnahme, ist das Kommando Spezialkräfte der Division Spezielle Operationen in der Lage, die Geiseln zu befreien.

In der Regel beginnt eine Evakuierung mit der Verlegung von Soldaten und Material in ein befreundetes Gastland. So verkürzen sich die Transportwege in das eigentliche Einsatzgebiet. Vom Gastland verlegt der Einsatzverband in das Krisengebiet und evakuiert die Menschen. Eine solche Evakuierung erfolgt meist mit Flugzeugen und Hubschraubern über Land, sie ist aber auch über See denkbar. Für ihren Erfolg geben Geheimhaltung in der Vorbereitung, Überraschung im Ansatz und zupackendes Handeln in der Durchführung den Ausschlag.

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Operationen gegen irreguläre Kräfte

Operationen gegen irreguläre Kräfte meint den Einsatz gegen einen nicht klar identifizierbaren Gegner. Oftmals werden diese Kräfte auch als Terroristen, Guerillas oder Partisanen bezeichnet. Diese kämpfen verdeckt und halten sich regelmäßig nicht an das Völkerrecht. Einsätze gegen diese Kräfte erfordern eine Vielzahl militärischer Fähigkeiten, die weit über den rein infanteristischen Einsatz hinausgehen. Dem eigentlichen Einsatz geht eine oft monatelange Aufklärungsoperation voraus. Operationen gegen irreguläre Kräfte werden mit der Zielsetzung geführt, dem Gegner die mögliche Unterstützung durch sein Umfeld zu entziehen, ihn zu isolieren und so künftige Handlungen zu unterbinden.

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Operationen in der Tiefe

Operationen in der Tiefe sind eine Form des indirekten Vorgehens. Sie haben den Zweck, dem Gegner die Handlungsinitiative zu entreißen, um selbst die Initiative zu gewinnen. Dabei werden eigene Kräfte hinter den feindlichen Linien abgesetzt und nach Einsatzende wieder zurückverlegt oder durch andere Kräfte aufgenommen. Ein solcher Einsatz erfordert das enge Zusammenwirken verschiedener Kräfte und wird sich in der Regel auf Situationen eines hochintensiven Gefechtes beschränken.

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Schnelle Anfangsoperationen

Dieser Operationstyp umfasst die Befähigung, aus der Luft oder von See rasch einsatzwichtige Infrastruktur wie Häfen oder Flugplätze in die eigene Hand zu bekommen. Zu Beginn einer schnellen Anfangsoperation sind noch keine eigenen Soldaten vor Ort. Aus diesem Grund spielen Überraschung und Schnelligkeit eine entscheidende Rolle. Mit einer schnellen Anfangsoperation schaffen die Soldaten der Division Spezielle Operationen die Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Folgekräften in einem Einsatzgebiet im Ausland. Die Hauptkräfte können dann nach dem Einsatz der Division Spezielle Operationen sicher im Einsatzgebiet landen. Derartige Operationen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit im multinationalen Verbund durchgeführt.

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Stand vom: 20.07.2006 | Autor: Redaktion Heer

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