Luftlandefernmeldebataillon Division Spezielle Operationen "Hessischer Löwe"

Mit der Stationierungsentscheidung vom November 2004 war die Aufstellung des Luftlandefernmeldebataillons Division Spezielle Operationen entschieden. 2008 war der Organisationsbefehl des Heeresamtes, der die Umsetzung dieser Entscheidung anordnet, wirksam. Aufstellungszeitraum war das gesamte Jahr 2008.
Den Kern dieses neuen Bataillons bilden die Soldatinnen und Soldaten der beiden selbständigen Luftlandefernmeldekompanien der DSO aus Regensburg und Dillingen a.d. Donau, die zum 31.12.2008 aufgelöst wurden, und aus der Panzerbrigade 14 „Hessischer Löwe“ (Neustadt/Hessen) sowie vom Logistikbataillons 51 (Stadtallendorf), die ebenfalls in 2008 aufgelöst wurden. Darüber hinaus wurde das LLFmBtl DSO für eine Vielzahl weiterer Soldatinnen und Soldaten eine neue militärische Heimat.
Das Jahr 2008 stand ganz im Zeichen der Aufstellung, in dem das Material zulief und sich eine erste gemeinsame Identität, ein Korpsgeist und ein Wir-Gefühl entwickelt haben. Im Jahr 2009 dagegen war die individuelle Ausbildung der Schwerpunkt. Viele Vorgesetzte, Unteroffiziere wie auch Offiziere hatten lehrgangsbedingte Abwesenheiten. Vielfach wurde erst in Laufbahn- und Fachlehrgängen die Voraussetzung geschaffen, damit die Soldaten ihre Funktionen und Dienstposten im Bataillon zielführend wahrnehmen können. Trotz aller besonderen Herausforderungen, die mit einer Aufstellung verbunden sind, hat das Bataillon bereits sehr früh auf den Großübungen wie dem „Schnellen Adler 08 und 09“, der „Extricate Owl 08“ oder auch bei European Endevour 09 nachweisen, dass es seinen Auftrag, die Führungsunterstützung in den operativen Aufträgen der DSO sowie das Einrichten und Betreiben des HQ Combined Joint Forces Special Operations Command (CJFSOCC) voll erfüllen kann.
Neben dem Kernauftrag ist auch die Traditionspflege sowie Öffentlichkeitsarbeit von besonderer Bedeutung. Das LLFmBtl DSO hat sich bereit erklärt, die Tradition der aufgelösten Panzerbrigade 14 weiter zu bewahren und führt seit dem 5. September 2009 als sichtbaren Ausdruck den Beinamen „Hessischer Löwe“ weiter. Mit dem durchgeführten Tag der offenen Tür 2008 sowie dem Jubiläumstag anlässlich der Feierlichkeiten zu 50 Jahre Bundeswehr-Garnison Stadtallendorf ist das Bataillon auch offiziell in der Stadt und der Region angekommen. Die Verankerung ist mit bisher 4 sehr lebendigen Patenschaften zwischen Kompanien und Städten in der Umgebung ebenfalls bereits sehr gut gelungen. In 2010 wird die Rolle des Bataillons am Standort neu zu definieren sein, wenn der Divisionsstab und die Stabskompanie DSO aus Regensburg nach Stadtallendorf verlegt haben.







