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Die 42. internationale Gefechtsübung Colibri beginnt bei der Luftlandebrigade 26 SAARLAND

Saarlouis, 17.04.2009.
Vom 20. bis zum 30. April wird im Saarland die 42. internationale Gefechtsübung “Colibri“ durchgeführt. Französische, belgische und deutsche Fallschirmjäger üben eine Luftlandeoperation gegen irreguläre Kräfte. Bis ins kleinste Detail wird hierbei der Angriff auf einen Herstellungsort für sogenannte „schmutzige Bomben“ in einem imaginären Land geübt. Es geht dabei um eine schnell durchzuführende Intervention, um den Einsatz solch einer Bombe rechtzeitig zu verhindern.

Absetzen von Fallschirmjägern
Absetzen von Fallschirmjägern (Quelle: Heer/PIZ)Größere Abbildung anzeigen

Die Luftlande-Übung „Colibri“, die 1962 im Gebiet um das elsässische Hagenau ihre gelungene Premiere hatte, findet im zweijährlichen Wechsel in Deutschland und Frankreich statt. Zuletzt war eine Lebacher Fallschirmjägerkompanie zu Gast in Toulouse, diesmal ist die Saarlandbrigade der Gastgeber für europäische Fallschirmjägereinheiten. Insgesamt sind 600 Soldaten mit 4 Transall-Transportflugzeugen und 5 Hubschraubern bis einschließlich 28. April im fiktiven Übungsgebiet „Provinz Lothringen des Landes Westfranken“ unterwegs. Die Provinz entspricht in der Realität etwa der Größe Belgiens, das Übungsgebiet, in dem sich die Luftfahrzeuge und Fallschirmjäger bewegen ist im Dreieck Merzig-Losheim-Weiskirchen angesiedelt.

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Deutscher und französischer Fallschirmjäger im Einsatz
Deutscher und französischer Fallschirmjäger im Einsatz (Quelle: Heer/PIZ)Größere Abbildung anzeigen

Realistisches Übungsszenario

Angenommen wird eine Lage, die teils der Wirklichkeit entspricht und teils jederzeit Wirklichkeit werden kann. In einem grenznahen Gebiet zwischen zwei Ländern entstehen Unruhen zwischen verschiedenen Ethnien. Darüber hinaus existiert ein soziales Ungleichgewicht und es gibt wertvolle Ressourcen (Uran) in dem Gebiet. All dies bringt Politik und militante Gruppierungen dazu, gegeneinander zu kämpfen. Bürgerkriegsähnliche Zustände führen schließlich zu einer UN-Resolution. Die radikal operierenden Rebellen geben jedoch nicht klein bei und planen die Entwicklung und den Einsatz einer „schmutzigen Bombe“. Das muss in jedem Fall zum Schutz der Bevölkerung und zur Stabilisierung der gesamten Grenzregion verhindert werden.
Eine Aufgabe für die Luftlandebrigade 26, die 11. Fallschirmjägerbrigade aus Toulouse und die Para Commando Brigade aus dem belgischen Evere. Jeder dieser Luftlandeverbände entsendet ein schlagkräftiges und modern ausgestattetes Bataillon zur Bildung einer Task Force.
In der Vergangenheit durchgeführte Colibri-Übungen hatten stets Aufgaben beinhaltet, die allgemein als „Spezielle Operationen“ bezeichnet werden. In der Division Spezielle Operationen (DSO), zu der die Saarlandbrigade gehört, heißt das entweder die Evakuierung von gefährdeten Personen aus einer Bedrohungssituation oder der Kampf gegen irreguläre Kräfte (das sind in der Regel Gruppierungen, die keiner staatlichen Gewalt – wie z.B. einer Armee – unterliegen). Die hier geübte multinationale Zusammenarbeit ist bei einem realen Fall durchaus vorstellbar.
Den knapp 500 Mann starken deutsch-französischen-belgischen Einsatzverband bildet das Zweibrücker Fallschirmjägerbataillon 263, das französische 1er Regiment de Chasseur parachutiste (1° RCP) aus Pamiers (frz. Pyrenäen) und das belgische 1st Paratroop Batallion aus Diest (Flamen).

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Sprungvorbereitung
Sprungvorbereitung (Quelle: Heer/PIZ)Größere Abbildung anzeigen

Gemeinsamer Sprungdienst

Doch bevor die eigentliche Gefechtsübung beginnt, nehmen alle beteiligten Einheiten an einem Freundschaftssprungdienst teil. Zu diesem Sprungdienst wird aus der „Brigada de Infantería Ligera Paracaidista "Almogávares VI" (Madrid)” das spanische Fallschirmjägerbataillon “Primera Bandera Paracaidista "Roger de Flor" aus Jamara zu Gast sein.
Der spektakuläre Absprung von 300 Fallschirmjägern am 26. April ab 09.00 Uhr im Raum Weiskirchen-Weierweiler und der Gewässerübergang am Stausee Losheim in den frühen Morgenstunden des 27. April bilden die Höhepunkte der Gefechtsübung. Am Dienstag, den 28. April, 17.00 Uhr, wird mit einem feierlichen Appell auf dem Großen Markt in Saarlouis die multinationale Übung offiziell beendet. Hierzu ist die Bevölkerung recht herzlich eingeladen.

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Bürgertelefon

Die Luftlandebrigade 26 bittet um Verständnis, falls es im Manöverzeitraum zu kurzzeitigen Manöver- bzw. Fluglärmbelästigungen kommen sollte. Als Bürgertelefon ist die Presse- und Informationszentrale COLIBRI über die Telefonnummer 06861-798-4100 ab dem 20. April zu erreichen.

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Stand vom: 20.04.2009 | Autor: Claus-Peter Schulz

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