„Glück ab, mein guter Kamerad“: Gedenkfeier in Seedorf
Seedorf, 19.10.2011.
In der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf gedachten über 100 Fallschirmjägerinnen und Fallschirmjäger ihres am 7. Oktober 2010 nahe Baghlan/Afghanistan gefallenen Kameraden Oberfeldwebel Florian Pauli. Oberfeldwebel Pauli war Angehöriger der 1. Fallschirmjägerkompanie 313. Die Zeremonie fand vor den Toren der Kaserne am Ehrenmal für die gefallenen Fallschirmjäger statt.

Nach einem Feldgottesdienst in der Kaserne schilderte der Bataillonskommandeur des Fallschirmjägerbataillons 313 und damalige Kommandeur des Ausbildungs- und Schutzbataillons Kunduz, Oberstleutnant Christian von Blumröder, die Ereignisse des 7. Oktober 2010: Oberfeldwebel Florian Pauli war damals als Sanitäter in der 3. Kompanie eingesetzt. Die Kompanie hatte den Auftrag, eine Brücke, die heute „Pauli-Brücke“ heißt, zu sichern. Ein als Bauer getarnter Selbstmordattentäter sprengte sich an der Brücke in die Luft und riss Oberfeldwebel Florian Pauli mit in den Tod. Darauf erfolgte ein massiver Angriff des Feindes mit Mörsern, Panzerfäusten und Handwaffen, den die Kompanie mit einem beherzten Gegenstoß erfolgreich zurückschlug. Der Kommandeur erinnerte in seiner Rede an den professionellen Soldaten und guten Kameraden Florian Pauli sowie an die damalige Trauerfeier in Selsingen, die auch in das 5.000 Kilometer entfernte Kunduz live übertragen wurde.

„Mein guter Kamerad!“
Seine Gedenkrede schloss der Bataillonskommandeur mit dem Text des Liedes vom guten Kameraden. Hinzu fügte er: „In aller Stille rufen wir unserem Oberfeldwebel Florian Pauli zu: Glück ab, mein guter Kamerad!“
Im Anschluss legten von Blumröder und die Bürgermeister der naheliegenden Gemeinden Kränze am Ehrenmal nieder. Die Zeremonie schloss ein Trompeter mit dem Lied vom guten Kameraden.

