Saarlandbrigade geht neue Wege in der Politischen Bildung
Otzenhausen, 13.09.2010.
Um seinen Soldaten eine qualitativ hochwertige Ausbildung auf dem Gebiet der Politischen Bildung zu garantieren, informierte sich der Kommandeur der Luftlandebrigade 26, Brigadegeneral Eberhard Zorn, über die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Europäischen Akademie Otzenhausen.

„Soldaten sind neben ihrer Funktion als Kämpfer auch Helfer, Schützer und Vermittler. Dies verlangt Analyse- und Handlungsfähigkeiten, die über rein militärische Aspekte weit hinausreichen„ – so weit die Bundeswehrvorschrift zum Thema Politische Bildung. Doch was tut die Truppe, um entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die der Forderung nach „lebenslangem Lernen“ in nicht-militärischen Bereichen nachkommt? Sie nutzt beispielsweise Angebote von zivilen Bildungsträgern, wie der Europäischen Akademie Otzenhausen.
„Unsere Gäste aus aller Welt schätzen die malerische Ruhe gepaart mit der freundlich-modernen Atmosphäre unseres Hauses, um sich intensiv mit ihren Bildungsthemen beschäftigen zu können“, berichtete Geschäftsführerin Eva Wessela der militärischen Delegation um Brigadegeneral Zorn. Die inmitten des Naturparks Saar-Hunsrück gelegene Akademie bietet moderne Tagungsräume und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Akademie blickt zudem auf eine langjährige Erfahrung mit der Bundeswehr zurück. Studienleiter Michael Matern schätzt vor allem die offene Diskussionskultur der Soldaten: „Für uns ist es immer wieder interessant, wenn einsatzerfahrene Soldaten aus ihren Einsätzen berichten.“ Dort würden teilweise auch die Referenten Neues erfahren und es entstünde ein reger Austausch an Gedanken am Puls der Zeit.
Brigadegeneral Zorn stimmte dem zu und kündigte eine intensive Zusammenarbeit an: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich die Brigade künftig hier politisch fortbildet.“ Auch die 600 Soldaten, die 2011 für ein halbes Jahr in den Einsatz verlegen, könnten von der Kooperation profitieren. „Die Akademie bietet auch optimale Möglichkeiten für Einsatznachbereitungsseminare“, so Zorn.

