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Evakuierung aus der Krisenregion: Fallschirmjäger üben auf Korsika

Calvi/Korsika, 09.12.2010.
Für zehn Tage verlegt die zweite Kompanie des Fallschirmjägerbataillons 261 aus Lebach nach Calvi und nimmt dort an der internationalen Übung „Colibri“ teil. Französische, belgische und deutsche Fallschirmjäger üben auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika eine militärische Evakuierungsoperation aus der Luft. Das Ziel: Schnelle Befreiung und Evakuierung von europäischen Staatsbürgern aus einer fiktiven Krisenregion.

Ankunft auf Korsika (Quelle: Heer/Michael Seidel)Größere Abbildung anzeigen

Die Motoren des Transportflugzeugs C 160 Transall werden gestartet. Mit zunehmender Drehzahl der Propeller steigt der Lärmpegel in der Maschine an, das Flugzeug beginnt zu vibrieren. Dicht gedrängt sitzen die Soldaten auf den segeltuchbespannten Sitzbänken. Die Maschine rollt zur Startbahn. Der Pilot gibt vollen Schub und die Motoren heulen auf. Der Lärm im Flugzeug ist ohrenbetäubend. Nach kurzer Beschleunigungsphase hebt die Transall ab. Vor den 54 militärischen Passagieren liegt ein dreistündiger Flug. Ziel ist der Flugplatz Calvi-Sainte Catherine auf der Mittelmeerinsel Korsika.

Lebacher Fallschirmjäger am korsischen Himmel (Quelle: Heer/Michael Seidel)Größere Abbildung anzeigen

Bei der Fremdenlegion zu Gast

Das Camp Raffalli, liegt fünf Kilometer südöstlich der korsischen Hafenstadt Calvi. Das zweite Regiment der Etranger de Parachutistes , die Fallschirmjäger der Fremdenlegion, ist hier stationiert. Raffalli wird für den Übungszeitraum auch die Heimat der Lebacher Soldaten sein.

Ziel der militärischen Evakuierungsoperation ist, das Zusammenwirken zwischen europäischen Luftlandeeinheiten im Einsatz zu verbessern und zu stärken. Neben den insgesamt 109 deutschen Soldaten nehmen auch 130 belgische Fallschirmjäger der Para-Commando-Brigade und rund 580 französische Fallschirmjäger vom Gastgeberverband an Colibri teil.

In die gemeinsame Übung von Heer, Luftwaffe und Marine sind fast 900 Soldaten, 55 Landfahrzeuge, 14 Luftfahrzeuge und ein Landungsboot eingebunden. Die Fallschirmjäger operieren in der Luft, am Boden und auf hoher See im gesamten Übungsraum, dem Département Haute-Corse, der Region Nordkorsika.
„Ich erhoffe mir von dem Vorhaben eine Verbesserung der Zusammenarbeit im internationalen Umfeld und die Aus- und Weiterbildung meiner Soldaten im Sprungdienst während der Übung mit anderen Luftlandetruppen aus Belgien und Frankreich“, so Hauptmann Martin Holle (29)“, Kompaniechef der zweiten Kompanie aus Lebach vor dem Abflug.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Michael Seidel


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