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Sanitätsausbildung: Sportsoldaten lernen realitätsnah „Erste Hilfe“

Saarlouis, 07.10.2011.
In der Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis frischten jetzt die Fallschirmjäger ihre Ersthelferausbildung auf. Zu Gast waren auch zwei Sportsoldaten aus Mainz.

Unteroffizier (w) Robisch wickelt Oberfeldwebel Justus in die Wärmefolie ein

Der Body-Check (Quelle: Heer/Philipp Werb)Größere Abbildung anzeigen

Sanitätsausbildung bei den Fallschirmjägern in Saarlouis. Dieses Mal gesellten sich prominente Gäste zu den Soldaten der Luftlandebrigade 26. Die Triathleten Unteroffizier Rebecca Robisch und Oberfeldwebel Steffen Justus von der Sportfördergruppe der Kurmainz-Kaserne aus Mainz. Stabsunteroffizier Robisch errang bei der Weltmeisterschaft in Peking die Bronzemedaille, Oberfeldwebel Justus belegte den 20. Rang. Wie alle anderen Soldaten müssen auch Sportsoldaten die sogenannten „individuellen Grundfertigkeiten“ eines Soldaten jährlich nachweisen. Neben Sport- und Schießübungen gehört dazu auch die Sanitätsausbildung.
„Wir haben etwa acht bis zehn Wochen Saisonpause, in der wir dann versuchen, alle unsere Leistungen zu erfüllen“, sagt Steffen. Unteroffizier Robisch freut sich über den glücklichen Zufall, den fehlenden Ausbildungsabschnitt als Saarländerin heimatnah nachholen zu können: „Major Eike Sinzig, der Chef der Stabskompanie, hatte uns angerufen und mitgeteilt, wir könnten die noch fehlende Ausbildung in Saarlouis machen. Da haben wir direkt zugesagt.“

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 Ein Schweinefuß stellt realitätsnah eine offene Wunde dar

Blutung stillen mal anders (Quelle: Heer/Philipp Werb)Größere Abbildung anzeigen

Neue Erfahrungswerte

Bei der Ausbildung „Stillen von offenen Wunden“ stellt der Fuß eines Schweines realitätsnah eine offene Wunde dar. Eine Pumpe und ein daran befestigter Schlauch vermittelten den Eindruck, dass aus der Wunde echtes Blut austritt. Im Team sollen die beiden Sportsoldaten die Blutung stoppen und behandeln. Während Robisch den Quick Clot, ein Beutel gefüllt mit blutstillendem Granulat, auf die Wunde presst, fixiert Justus das Ganze mit einem Verband.

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U Robisch führt die Reanimierungsmaßnahmen durch an einer Übungspuppe.

Unteroffizier Robisch bei der Herz-Lungen-Massage (Quelle: Heer/Philipp Werb)Größere Abbildung anzeigen

Jahrelange Ausbildung

„Sowohl im Alltag wie auch im Dienst, kann es Ihnen passieren, dass Sie auf einmal eine leblose Person entdecken. Dann müssen Sie wissen, was zu tun ist“, sagt Stabsgefreiter Andy Gretsch, der Ausbilder an der Station „Herz-Lungen-Massage“. Seit fünf Jahren ist Gretsch im Sanitätstrupp in Saarlouis eingesetzt.
Oberfeldwebel Justus überprüft nach Anleitung Puls und Atem an der Übungspuppe und beginnt mit der Herzlungenmassage. „30 mal Herzdruckmassage, danach den Kopf überstrecken und zwei mal beatmen“, erklärt Gretsch.
Am Ende haben Unteroffizier Robisch und Oberfeldwebel Justus ihre Sanitätsausbildung erfolgreich absolviert. Ausbilder Gretsch zeigte sich vom Einsatz der Mainzer Sportkameraden beeindruckt: „Wann erhält man schon mal die Gelegenheit, zwei prominente Soldaten auszubilden, die die Ausbildung so gut umsetzen.“

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Stand vom: 25.11.13 | Autor: Philipp Werb


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