Transporthubschrauberregiment 30 erhält Fahnenband des Landes Baden-Württemberg

Niederstetten, 10.02.2012.
Der Innenminister des Landes Baden-Württemberg, Reinhold Gall, hat jetzt in Vertretung des Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg das Transporthubschrauberregiment 30 mit dem Fahnenband des Landes ausgezeichnet.
Die Verleihung dieser exklusiven Auszeichnung erfolgte im Rahmen eines feierlichen Appells auf dem Heeresflugplatz Niederstetten. Vor Gästen aus Politik, Wirtschaft, Industrie und dem öffentlichen Leben wurde dem Regiment diese große Ehre zu teil. Wesentlich für den Vorschlag zur Verleihung waren die Leistungen des Regimentes im KFOR-Einsatz. Das Transporthubschrauberregiment 30 war im Wechsel mit seinen Schwesterregimentern und mit verbündeten Nationen von 1999 bis 2011 in Toplicane im Kosovo im Einsatz gewesen. Zuletzt stand das Transporthubschrauberregiment 30 neben der Einsatzverpflichtung seit Januar 2009 bis zum März 2011 in der Leitverbandsfunktion einer aus bis zu vier Nationen zusammengesetzten gemischten Heeresfliegerabteilung in Toplicane. Damit war es der letzte Leitverband des im Frühjahr 2011 beendeten Einsatzes der Heeresfliegertruppe im Kosovo.

Die Truppe ist stolz auf die Auszeichnug
In seiner Begrüßungsansprache stellte Oberst Werner Hellinger, der Kommandeur des Transporthubschrauberregimentes 30, die besondere Ehre der Auszeichnung heraus und zeigte seine Freude und seinen Stolz. Das Fahnenband zeige, dass die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten die Anerkennung ihres Bundeslandes gefunden hätten, und dass dies nun für jedermann sichtbar sei. Er dankte den Gästen aus der Politik und dem öffentlichen Leben für ihr Kommen und ihre damit gelebte Verbundenheit zum Regiment.

Würdigung der Truppe ist Aufgabe der Politik
Der Innenminister, der erstmals ein Fahnenband der rot-grünen Landesregierung an einen Truppenteil der Bundeswehr verlieh, betonte in seiner Ansprache, dass Regiment habe in seinem weiten Aufgabenspektrum von der Katastrophenhilfe bis hin zum Auslandseinsatz hervorragende Arbeit geleistet. Er freue sich, diese Leistungen mit dem Überreichen des Fahnenbandes des Landes Baden-Württemberg zu würdigen. Er stellte heraus, dass es leider Situationen gäbe, wo militärisches Eingreifen die einzige Möglichkeit sei, um schlimmeres Unheil zu verhindern. Aufgabe der Politik sei es zum einen, das ob und wie eines militärischen Einsatzes sehr genau zu erwägen, und zum anderen, den Soldaten Rückhalt, Vertrauen und Wertschätzung für ihren Dienst entgegenzubringen. Die Würdigung der Leistungen von Soldaten und Zivilbediensteten im Einsatz sei daher ebenso Aufgabe der Politik. In diesem Sinne verlieh er dem Transporthubschrauberregiment 30 als äußeres Zeichen der Anerkennung das Fahnenband des Landes.

Breite Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
Das Heeresmusikkorps lieferte den feierlichen Rahmen Dem feierlichen Appell, der musikalisch mit den Klängen des Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim umrahmt wurde, schloss sich ein Empfang im Offizierkasino an. Unter den Gratulanten waren neben dem Bürgermeister der Garnisonsstadt Niederstetten, dem Landrat des Main-Tauber-Kreises und dem stellvertretenden Kommandeur der Division Luftbewegliche Operationen auch viele Vertreter befreundete und benachbarter Verbände und Dienststellen der Bundeswehr. Oberst Hellinger dankte dem Innenminister für die erhaltene Auszeichnung im Namen der Regimentsangehörigen und nahm die Auszeichnung zugleich als Verpflichtung für die Zukunft, weiterhin mit der gelobten Einsatzbereitschaft und mit allem Können und persönlichem Engagement jedes Einzelnen für die Einsätze und Aufgaben bereit zustehen.

