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Hubschrauber CH53: Besser und sicherer in der Luft

Donauwörth, 01.03.2010.
Der mittlere Transporthubschrauber CH-53GA hat termingerecht seinen Jungfernflug am bayerischen Himmel von Donauwörth absolviert. Dieser Erstflug ist drei Jahre nach der Vertragsunterzeichnung für das Modernisierungsprojekt ein wichtiger Schritt für die Heeresflieger. Mit neuer, digitaler Flug- und Schutzausstattung verlängert sich die Nutzungsdauer des Hubschraubers nun bis ins Jahr 2030.

Wichtige Modernisierung für die CH-53 (Quelle: Heer/Sascha Hauser)Größere Abbildung anzeigen

Der modernisierte Hubschrauber CH-53 soll nach den Trainingsflügen Anfang 2011 und der Übergabe im gleichen Jahr an die Truppe die Einsätze der Bundeswehr unterstützen. Ziel der Produktverbesserung CH-53G war es, diesen Hubschraubertyp mit der Fähigkeit auszustatten, für verschiedene nationale und internationale Missionen besser einsatzbereit zu sein. Dabei wurden folgende wesentliche funktionale Forderungen an den CH-53GA gestellt und umgesetzt:
• Verbesserung der Anzeige- und Bedienelemente dank modernem, digitalem Avioniksystem
• Verbesserung der Navigationsgenauigkeit und Flugfähigkeit nach internationalen Instrumentenflugbedingungen
• Integration einer neuen Flugregelanlage (4-Achsen-Autopilot) einschließlich Schwebeflugautomatik = AFCS/Automatic Flight Control System
• Reichweitenerhöhung auf bis zu 1.200 Kilometer dank eingerüsteter Innentanks
• Modifizierung von Avionik und der Kommunikationsmittel für den Einsatz im Verbund mit den Hubschraubertypen Tiger und NH90
• Integration einer modularen Missionsausstattung; dazu gehören Infrarot-Beobachtungssystem (FLIR – Forward Looking Infrared System),
Satellitenkommunikation (SatCom) und ein modernes Electronic Warfare System (EWS) zum elektronischen Selbstschutz und zur Erkennung von Bedrohungen.

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Neue Technik, bessere Einsatzfähigkeit (Quelle: Heer/Sascha Hauser)Größere Abbildung anzeigen

Serienproduktion ab 2011 geplant

Bis Ende 2011 werden die ersten CH-53GA für die Truppe der Bundeswehr zur Verfügung stehen. Eine Serienproduktion am Standort Donauwörth ist für das Zeitfenster 2011 bis 2013 geplant. Der Hubschrauber CH-53G ist seit mehr als 35 Jahren und auf absehbare Zeit das Rückgrat aller Bundeswehr-Missionen im Ausland und daher extremer Beanspruchung ausgesetzt. Er ist seit seiner Einführung nicht nur der Grundpfeiler flexiblen Truppen- und Materialtransports des Heeres im Rahmen aller Aufgaben innerhalb des deutschen NATO-Verteidigungsauftrags gewesen, sondern er fungiert auch seit Beginn der 90er Jahre als zentrale Stütze aller Out-of-Area-Einsätze der Bundeswehr und vieler Einsatzkräfte anderer NATO-Staaten in den Krisenregionen vom Kosovo bis Kabul. Auch der Einsatz bei nationalen und internationalen Katastrophen, wie beispielsweise Waldbrand- oder Hochwasserkatastrophen stellt ein wesentliches Aufgabenpaket dar. Mit der CH-53GA wird zeitnah der Bedarf der Bundeswehr an operativer Erweiterung der Einsatzfähigkeit ihrer Transporthubschrauber für nationale und internationale Missionen erreicht.

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Erstflug der Version CH-53 GA in Donauwörth (Quelle: Heer/Sascha Hauser)Größere Abbildung anzeigen

Hand in Hand mit Eurocopter

Das in Donauwörth ansässige Betreuungszentrum Bundeswehrhubschrauber von Eurocopter ist mit der Modifikation von insgesamt 40 mittleren Transporthubschraubern des Typs CH-53G auf die Version CH-53GA beauftragt. Dabei werden auch die durch Nutzung und Alterung auftretenden Schwachstellen der Zelle beseitigt und das Design-Life des Hubschraubers von 6.000 auf 10.000 Flugstunden erhöht. Zusätzlich erfolgt eine Erneuerung der inzwischen mehr als 35 Jahre alten elektrischen Verkabelung. An der Entwicklung der CH-53GA ist das gesamte Betreuungszentrum Bundeswehrhubschrauber beteiligt, welches innerhalb von knapp 20 Jahren von ehemals 69 Mitarbeitern im Jahr 1991 auf über 530 Mitarbeiter bis heute anstieg - Tendenz steigend. Eurocopter, gegründet 1992, ist heute ein deutsch-französisch-spanischer Konzern und gehört zu EADS.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Peter Messner


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