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Bereitschaftshubschrauber im Einsatz: Kleines Herz auf abenteuerlichen Reisen

Fassberg, 09.07.2009.
Es ist Donnerstag kurz nach Mittag, als auf dem Gefechtsstand des Transporthubschrauberregimentes 10 in Faßberg die Alarmglocke ertönt. Ein ziviler Rettungshubschrauber meldet sich vier Minuten nördlich des Kontrollturms mit einer Luftnotlage und der Bitte um Landeerlaubnis an. Der Wachleiter im „Tower“ alarmiert sofort die Notdienste, um der im Anflug befindlichen Maschine jede nötige Unterstützung zukommen zu lassen.

Bereitschaftshubschrauber
Bereitschaftshubschrauber (Quelle: Heer/Steven Braun)Größere Abbildung anzeigen

Noch vor der schließlich doch sicheren Landung des Hubschraubers sind Feuerwehr, Fliegerarztbereitschaft und der Flugsicherheitsoffizier vor Ort. Aber nicht die Landung, sondern eine zerbrechliche „Fracht“ an Bord stellt die Faßberger Notdienste völlig überraschend vor ein Problem. Der Rettungshubschrauber transportiert ein gerade erst drei Tage altes Baby in einem Inkubator, das aus einer Klinik in Rostock zum Herzzentrum nach Bad Oeynhausen geflogen werden sollte. Eine Fortsetzung des Fluges ist nicht möglich und eine lange Fahrt im Krankenwagen den Ärzten zu risikoreich. Der Regimentskommandeur Oberst Martin Weißenfels trifft die Entscheidung zum raschen Weitertransport des winzigen Patienten mit dem Bereitschaftshubschrauber der „Heideflieger“. Die helfenden Hände der Heeresflugplatzfeuerwehr, sowie Ideenreichtum und Improvisationstalent der Notdienste sorgen dafür, dass das Baby mit seinem begleitenden Arzt und der Rettungsassistentin zügig und schonend bei strömendem Regen in den leichten Transporthubschrauber UH 1D „umsteigen“ kann. Nach ziemlich genau einer Stunde Flugzeit wird die kostbare Fracht auf dem Landeplatz des Herzzentrums in die Obhut der dortigen Ärzte übergeben. Der Bereitschaftshubschrauber des Transporthubschrauberregimentes 10 „Lüneburger Heide“ und seine Besatzung kehren wieder nach Hause zurück, in dem Wissen, dass auch im ungewöhnlichsten Notfall die Rettungskette auf dem Fliegerhorst Faßberg gut und sicher funktioniert. Das kleine Baby hat die Herzoperation, die der Grund für den ursprünglichen Transport war, gut überstanden und befindet sich auf dem Weg der Besserung bereits wieder bei seinen glücklichen Eltern. Vielleicht können diese ihm eines Tages erzählen, wie ungewöhnlich seine Flugreise in das große Abenteuer Leben begann.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Steven Braun


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