Zwischen Checkpoint und Gewöhnungssprengen
Fassberg, 26.06.2009.
Mit 71 Soldaten war die Stabsstaffel des Transporthubschrauber-Regiments 10 ‚Lüneburger Heide’ eine Woche auf dem Truppenübungsplatz im Brandenburgischen Klietz, um die Individuellen Grundfertigkeiten jedes Einzelnen zu vertiefen. Der Kompaniefeldwebel, Oberstabsfeldwebel Siegfried Borchert, hatte zuvor mit einem kleinen Vorkommando den Grundstein für einen erfolgreichen Aufenthalt in Klietz gelegt. Unterkünfte und Räume für die organisatorischen Angelegenheiten sowie der Gefechtsstand wurden ebenso professionell vorbereitet, wie die diversen Stätten für die praktische Ausbildung.

Die Truppe selbst kam mit ihren Fahrzeugen per Bahntransport nach Klietz und wurde durch Staffelkapitän Hauptmann Hanko Heine in die Übungsräume eingewiesen. Unter dem Thema „Einsatzbezogene Ausbildung für Konfliktverhütung und Krisenbewältigung“ (EAKK) wurden die Soldaten auf Aufgaben im Einsatz vorbereitet. Hauptmann Heine hatte mit seinem Team ein forderndes und abwechselungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Insbesondere für die jungen Unterführer ist es wichtig, einsatzorientiert aus- und weitergebildet zu werden, denn sie sind der Nachwuchs, der das Rückgrat der Truppe bilden soll. So wurden unter anderem die Abwehr atomarer, chemischer und biologischer Kampfstoffe geübt, ein Checkpoint eingerichtet und betrieben sowie ein Gefechtsschießen durchgeführt. Das Zurechtfinden im Gelände bei Tag und in der Nacht stand ebenso auf dem Ausbildungsplan wie die Erste Hilfe-Ausbildung. Dazu wurde die Staffel durch Angehörige des Regimentsstabes der Faßberger Heideflieger unterstützt.

Sprengmittel und Waldkampfbahn
Der S3-Offizier der Faßberger Heideflieger, Hauptmann Lars Repkow, konnte mit seinem Erfahrungsschatz die Ausbildung maßgeblich mit gestalten. Höhepunkt des siebentägigen Truppenübungsplatzaufenthaltes war jedoch das Gewöhnungssprengen, für das sich Alexander Golde besonders vorbereitet hatte und die Soldaten der Stabsstaffel mit diversen Sprengmitteln vertraut machte. Auch die Überwindung der Waldkampfbahn unter der Leitung von Hauptmann Dirk Reddig stellte für alle Soldaten eine neue Herausforderung dar und führte einige Soldaten an deren Belastungsgrenze.

Schlagkräftige Teams gebildet
Alles in allem lautete das einhellige Resümee der Staffelführung, dass die Ausbildungsziele erreicht wurden und ein Aufenthalt auf einem Übungsplatz außerhalb der heimischen Kaserne den Gemeinschaftsgedanken vertieft. „Die begrenzten Unterkunftskapazitäten hatten den Effekt, dass sich die aus allen Bereichen des Regimentsstabes und der Stabsstaffel zusammengestellten Gruppen schnell zusammengefunden haben und viele positive Elemente mit in die Ausbildung einbringen konnten. So haben sich wirklich schlagkräftige Teams gebildet, die sich untereinander motiviert haben“, unterstrich Oberstabsfeldwebel Borchert in einer abschließenden Bewertung.

