Zentrale Leutnantsbeförderung der 1. Panzerdivision
Goslar, 27.06.2007.
Einhundertzehn Oberfähnriche des 74. Offizieranwärterjahrgangs im Heer wurden während des zentralen Beförderungsappells der 1. Panzerdivision am 27. Juni 2007 in der Kaiserpfalz von Goslar zu Leutnanten befördert.
Im Namen des Bundesministers der Verteidigung sprach der Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Wolf Langheld, die Beförderungen aus. Die Festrede hielt der Befehlshaber des Heeresführungskommandos, Generalleutnant Wolfgang Otto. Neben den militärischen Vorgesetzten der angehenden Leutnante nahmen knapp vierhundert Gäste, Eltern, Geschwister, Freundinnen und Freunde an der Beförderungszeremonie teil. Als Zeichen der Verbundenheit der Garnisonsstädte mit der Bundeswehr, wohnten der Oberbürgermeister der Stadt Goslar, Henning Binnewies, der Bürgermeister der Stadt Augustdorf, Dr. Andreas J. Wulf, und der Ortsbürgermeister von Helstorf, Werner Rump, dem Festakt bei.
Bedeutsames Ereignis
Auch der Katholische Leitende Militärdekan aus Hannover, Msgr. Heinz Peter Miebach, und der Stellvertretende Kommandeur und Kommandeur der Divisionstruppen der 1. Panzerdivision, Brigadegeneral Volker Barth, waren in der Kaiserpfalz anwesend, um die künftigen Offiziere bei diesem bedeutsamen Schritt zu begleiten. „Sie gehören vom heutigen Tage an zu den Führungskräften des Großunternehmens Bundeswehr, dessen erklärtes Unternehmensziel die Einsatzfähigkeit ist“, betonte Generalmajor Langheld gegenüber den Anwesenden. Der Oberbürgermeister der gastgebenden Stadt Goslar, Henning Binnewies, gratulierte den jungen Frauen und Männern im Namen des Rates der Stadt Goslar und der umliegenden Gemeinden zur Beförderung. „Kommen Sie alle von Ihren Einsätzen immer wieder gesund heim!“, wünschte Binnewies.
Menschenführung Schlüssel zum Erfolg
„Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der wie kein anderer Beruf junge Menschen sehr früh in Verantwortung stellt“, so Generalmajor Langheld zu den zur Beförderung zum Leutnant anstehenden Oberfähnrichen. Die Offizieranwärter des Heeres übernehmen im Laufe ihrer Ausbildung zum Offizier sehr früh Verantwortung für hochwertiges Material, für Organisation und vor allem für die ihnen anvertrauten Menschen. Zeitgemäße Menschenführung sei hier der Schlüssel zum Erfolg. „Achtung, Respekt und Gefolgschaft erreichen Sie nur durch Ihre Persönlichkeit, durch das was Sie sind. Behandeln Sie die ihnen anvertrauten Menschen anständig!“, so Generalmajor Langheld. Anhand der Glaubwürdigkeit, Berechenbarkeit, Fürsorge und Anständigkeit werde jeder Einzelne gemessen.
Die Zukunft prägen
Unmittelbar nach dem Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg oder München, werden die jungen Offiziere Führungsverantwortung übernehmen. „Sie prägen zukünftig mit Ihren Leistungen unser Heer!“, mahnte Generalleutnant Otto die angehenden Leutnante. Unverändert wichtig bliebe die besondere und tiefe Verpflichtung dem eigenen Land gegenüber, so Generalleutnant Otto. „Wer als Soldat sein Land nicht liebt, wird für das Land auch keine außergewöhnlichen Leistungen erbringen, geschweige denn notfalls sein Leben einsetzen wollen.“ Dies gelte für das gesamte Spektrum der Aufträge des Heeres, sei es die Durchführung von Stabilisierungsoperationen wie zur Zeit auf dem Balkan und in Zentralasien, oder das Beherrschen des hochintensiven Gefechtes. Das Heeresmusikkorps 1 begleitete den Festakt mit dem Holzbläserquartett unter der Leitung von Stabsfeldwebel Joachim Pfarr. Im Anschluss lud die 1. Panzerdivision zum Platzkonzert des Heeresmusikkorps unter der Leitung von Oberstleutnant Friedrich Szepansky.





