In den Einsatz verabschiedet
Hannover, 22.04.2008.
Am 22. April lud der Präsident des Niedersächsischen Landtags, Herrmann Dinkla, etwa 320 Soldaten der 1. Panzerdivision zu einer Verabschiedungsfeier in den Landtag an der Leine ein.

Zum vierten Mal seit 2002 werden so die Einsatzkontingente der 1. Panzerdivision verabschiedet. Wie in den Jahren zuvor, waren der Ministerpräsident, Christian Wulff, und zahlreiche Abgeordnete des Landtages anwesend. Ab Mai werden die ersten von etwa 3.000 Soldaten der Division Eingreifkräfte aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen in die Einsatzländer verlegen, um dort das 11. Einsatzkontingent EUFOR und das 20. Einsatzkontingent KFOR auf dem Balkan sowie das 17. Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan zu stellen. Die 1. Panzerdivision ist die Leitdivision für diese Kontingente. Sie ist für die Aufstellung, Ausbildung und Verlegevorbereitung verantwortlich. Seit Februar diesen Jahres wurden mehr als 4.500 Soldaten am Gefechtsübungszentrum Heer und am Infanterieausbildungszentrum ausgebildet.

Beste Wünsche mit auf den Weg
Der Landtagspräsident sprach den Soldaten seinen besonderen Dank aus. Er sagte es verdiene höchsten Respekt, wenn junge Deutsche wie die Soldaten der Bundeswehr ihren ganz persönlichen Beitrag dazu leisteten, dass demokratische Strukturen weltweit stabilisiert oder aufgebaut werden würden.
Er hob besonders hervor, dass neben allem soldatischen Können immer auch viel Flexibilität, Verständnis und Toleranz erforderlich seien. Er wünschte den Soldaten „von Herzen viel Erfolg und dass Sie stets auch in schwierigen Situationen die richtigen Entschlüsse fassen“.

Repräsentanten Deutschlands
Ebenso bedankte sich der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Christian Wulff, für das Engagement und die bisherigen Leistungen deutscher Soldaten in den Auslandseinsätzen. „Sie dürfen das schöne Gefühl haben, etwas Gutes für Sicherheit, Frieden und Demokratie geleistet zu haben.“
Christian Wulff stellte in seiner Rede fest, dass die Soldaten stolz auf das bisher Erreichte sein können, denn er höre im Ausland immer wieder gerne, wie anerkannt und beliebt die Soldaten wegen ihrer Beteiligung an den Friedensmissionen seien. “Weil sie so viel Gutes leisten, kann ich mir keine besseren Repräsentanten Deutschlands im Ausland vorstellen.“
Der Landtagspräsident und der Ministerpräsident überreichten jeweils im Anschluss an ihre Reden dem Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Wolf Langheld, je eine Niedersachsenfahne, die dann auf dem Balkan und in Afghanistan wehen solle und die Soldaten an die guten Wünsche erinnern möge.
Der Kommandeur der 1. Panzerdivision bedankte sich im Namen seiner Soldaten für die guten Wünsche und betonte, dass sich die Soldaten der ERSTEN sehr bewusst darüber seien, dass diese schon fast traditionelle Veranstaltung etwas ganz besonderes sei und weit über den üblichen öffentlichen Dank hinausginge.
Er lobte ganz besonders das Engagement des Ministerpräsidenten, der sich persönlich sehr intensiv um das Wohl der Soldaten in den Auslandseinsätzen kümmert. Aber auch das Vorhaben der Landesregierung, in diesem Sommer Angehörige der Kontingentsoldaten zu einem Sommerfest einzuladen, unterstreiche das persönliche Interesse des Ministerpräsidenten an „seinen“ Soldaten und deren Familien.Der Divisionskommandeur mahnte in diesem Zusammenhang, gerade die Menschen, die die Hauptlast der Trennung zu tragen hätten, nicht zu vergessen: Vor den Angehörigen der Soldaten lägen Monate der Trennung, in denen „trotz aller Möglichkeiten der Kommunikation und des Informationsaustausches an manchen Tagen erst die Tagesschau am Abend darüber entscheidet, ob der Tag ein Guter wird“.
Die Soldaten forderte er auf, für einander einzustehen. “Passen Sie immer gut auf sich und Ihre Kameraden auf. Bleiben Sie konzentriert, aber gelassen. Das ist Ihr bester Schutz.“

