Startseite Heer

Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Nachrichten und Berichte > Jahr 2010 > August 2010 > Soldaten pflegen Kriegsgräber in Norwegen

Soldaten pflegen Kriegsgräber in Norwegen

Havelberg, 31.08.2010.
Zwei Wochen lang haben zwölf Angehörige der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 803 aus Havelberg am Ausläufer der Bucht von Botn-Rognan in Norwegen auf einem Soldatenfriedhof Gräber gepflegt.

Der respektvolle Umgang mit den Gefallenen des Krieges ist immer auch eine Mahnung an die Lebenden. 2730 deutsche Soldaten, die während des Zweiten Weltkrieges in Nordnorwegen ums Leben kamen, sind an der Bucht von Botn-Rognan begraben. Außerdem erinnert eine schlichte Grabtafel in der Kriegsgräberstätte an die über 2000 Soldaten, die hier beim Untergang des Schlachtschiffes „Scharnhorst“ den Tod fanden.

nach oben

Die Pioniere während der Trauerfeier (Quelle: Heer/Reiko Riebe)Größere Abbildung anzeigen

Mit großer Einsatzbereitschaft

Ihre vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge aufgetragene Mission haben die Soldaten aus der Elb-Havel-Kaserne „mit großer Einsatzbereitschaft und nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt“, so das Resümee des Kommandoführers Hauptfeldwebel Reiko Riebe. Rund acht Stunden lang führten die Soldaten täglich umfangreiche Arbeiten aus. Dazu gehörte unter anderem das Fällen von 24 Bäumen im Innen- und Außenbereich der Kriegsgräberstätte. Eine weitere Aufgabe für die Pioniere war die Wiederherstellung des 100 Meter langen gepflasterten Weges von der Trauerhalle zum großen Gedenkkreuz auf dem Friedhof.

nach oben

Kranzniederlegung zum Abschluss der Gedenkfeier (Quelle: Heer/Reiko Riebe)Größere Abbildung anzeigen

Deutsch-norwegisches Gedenken

Den größten Aufwand jedoch erforderte das Freilegen von rund 1500 Grabtafeln, die durch Grasbewuchs nur noch teilweise zu sehen und nicht selten auch etwas abgesackt waren. „Wir haben das Gras entfernt und die Tafeln anschließend mit Füllboden beziehungsweise Schotter so unterfüttert, dass sie mit ihrer Oberkante wieder mit dem Boden abschlossen“, berichtet Riebe. Zum Abschluss der Pflegemaßnahme fand eine Trauerfeier mit Vertretern der norwegischen Armee und der Gemeinde Rognan auf dem Soldatenfriedhof statt. „Ein gefallener Schiffsjunge, der hier seine letzte Ruhestätte fand, war gerade mal 16 Jahre alt. Das berührt uns noch in heutigen Tagen“, machte der Kommandoführer deutlich.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 07.08.12 | Autor: Thomas Ochoto


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/13div?uri=ci%3Abw.heer_13div.aktuelles.nachrichten.jahr2010.august2010&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB050000000001%7C88UDNB258INFO