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Ausstellung „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 – 1933, Demokratie braucht Demokraten“ in Torgelow eröffnet

Torgelow, 14.01.2009.
Am 14. Januar 2009 eröffnete der Standortälteste des Standortes Torgelow, Oberst Michael Haupt, in Anwesenheit des Bundesvorsitzenden des Verbandes „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, Hans Bonkas, eine Ausstellung, die über Wirken und Verfolgung engagierter Demokraten in der Zeit der Weimarer Republik informiert.

Ausstellungseröffnung
Ausstellungseröffnung (Quelle: Heer/Sebastian Höppner)Größere Abbildung anzeigen

Die Ausstellung, die allen Interessierten – Soldaten wie Zivilisten – zugänglich ist, wurde im Soldatenheim des Standortes Torgelow im Rahmen einer Feierstunde in Anwesenheit von Vertretern des öffentlichen Lebens des Landkreises Uecker-Randow und der Stadt Torgelow, des Kommandeurs der Panzergrenadierbrigade 41 – Vorpommern –, Brigadegeneral Klaus von Heimendahl, sowie der Soldaten des Standortes eröffnet.
Der Standortälteste machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, „dass militärische Führer in der Bundeswehr wie auch die Gesellschaft eine hohe Verantwortung für die politische Bildung tragen.“ Ferner sei „die historische Bildung der Soldaten die Grundlage für die politische Bildung sowie für eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Wertvorstellungen.“

Festrede des Standortältesten, Oberst Haupt
Festrede des Standortältesten, Oberst Haupt (Quelle: Heer/Ulrich Blume)Größere Abbildung anzeigen

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

Dem Bund „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ gehörten demokratische und republiktreue Parteinen zu Zeiten der Weimarer Republik an. Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten bedeutete das Aus für diese Massenorganisation. Das Reichsbanner wurde verboten und etliche Mitglieder mussten ihren Widerstand gegen die Nationalsozialisten mit dem Leben bezahlen. Heute engagieren sich im neu gegründeten „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ Menschen mit dem Ziel, den demokratisch verfassten Staat Bundesrepublik Deutschland zu bewahren und zu stärken. Die Vermittlung staatsbürgerlicher Bildung in Seminaren, Ausstellungen und Diskussionen, insbesondere mit Schülern und anderen jungen Menschen, ist das Anliegen des Reichsbanners.
Hans Bonkas (geb. 1924), seit 1996 Bundesvorsitzender des Verbandes, gab in seiner Ansprache einen Überblick über einen prägenden Abschnitt deutscher Geschichte. Er verband dies mit der Darstellung persönlich erlebter Geschichte, die durch stete Gefährdung der eigenen Person im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, aber auch von Haft im Gefängnis in Bautzen nach Kriegsende und von Zwangsarbeit in Russland gekennzeichnet war. Er erinnerte zudem daran, dass das Reichsbanner 1925 auch in Torgelow agiert hat.

Musikalische Untermalung durch das Wehrbereichsmusikkorps I
Musikalische Untermalung durch das Wehrbereichsmusikkorps I (Quelle: Heer/Ulrich Blume)Größere Abbildung anzeigen

Grußworte

Die heutige gesellschaftliche Anerkennung des Reichsbanners wird auch durch das Engagement hochgestellter Persönlichkeiten deutlich. Vor diesem Hintergrund wurden durch Offiziere des Panzerbataillons 413, das die Ausstellung mit vorbereitet und begleitet hat, Grußworte des Bundespräsidenten, des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Generalinspekteurs der Bundeswehr verlesen.
So schrieb Bundespräsident Horst Köhler, er sei „den Angehörigen des Reichsbanners dankbar für das Eintreten als aktive Demokraten“. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, stellte in seinem Grußwort fest, „dass die Bundeswehr seit über 50 Jahren aktiver Träger und Mitgestalter der Demokratie ist. Das Konzept des mündigen Staatsbürgers in Uniform ist ein Erfolgsmodell, das jedoch des ständigen Engagements bedarf“.
Die Ausstellung war bereits an mehreren Bundeswehrstandorten zu sehen.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Thorsten Alme


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