Sächsischer Ministerpräsident verabschiedet Soldaten der 13. Panzergrenadierdivision in den Einsatz
Leipzig, 13.01.2009.
Große Aufmerksamkeit erfuhr die 13. Panzergrenadierdivision am 12. Januar 2009 in der Leipziger General-Olbricht-Kaserne. Der Kommandeur der Dreizehnten, Generalmajor Reinhard Kammerer, verabschiedete im Beisein von Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, die stellvertretend für ihre Verbände angetretenen Abordnungen von Soldaten in den bevorstehenden Auslandseinsatz.

Dieser Auslandseinsatz stellt in seiner Form ein Novum für die Bundeswehr dar. Erstmals liegt die Verantwortung für die großen Einsatzgebiete Balkan und Afghanistan für die Dauer eines Jahres bei einer Division. Erste Soldaten befinden sich bereits im Einsatz, die Verlegung der Hauptkräfte beginnt Ende Januar.
Generalmajor Kammerer sprach von den Herausforderungen, die es im nächsten Jahr zu meistern gilt und für die er die Soldaten der Division gerüstet sieht. Weiterhin unterstrich er, dass der wichtigste Rückhalt gerade für Soldaten im Einsatz die Unterstützung von zu Hause und die feste und verlässliche Verankerung in der Bevölkerung ist. Nicht zuletzt dieser Rückhalt wurde durch die über 600 am Appellplatz anwesenden Gäste ausgedrückt. An ihrer Spitze standen der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, die amtierende Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Birgit Diezel, und, stellvertretend für den Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, der Innenminister des Bundeslandes, Lorenz Caffier.
„Glück Auf!“ für den Einsatz
Sachsen steht hinter den Soldaten, seine Bürger fühlen sich der Bundeswehr verbunden, versicherte Ministerpräsident Tillich den angetreten Männern und Frauen der Division, die er neben dem Wunsch nach gesunder Heimkehr mit einem sächsischen „Glück Auf!“ verabschiedete.
Ähnlich äußerten sich Diezel, deren Bundesland große Teile der Panzergrenadierbrigade 37 beheimatet und Caffier für Mecklenburg-Vorpommern, wo die Masse der Verbände und Einheiten der zur Division gehörigen Panzergrenadierbrigade 41 stationiert ist.

Verankert in der Gesellschaft
Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung betonte in seinem Grußwort, wie wichtig der Standort für die Stadt Leipzig sei. Es sei gut zu wissen, dass es einen Partner gebe, auf den man zählen könne. Er lobte die in jeder Hinsicht gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Division und vor allem auch das karitative Engagement der Bundeswehr für Leipziger Bürger. Im Hinblick auf den bevorstehenden Auslandseinsatz der Division brachte Jung, wie auch seine Vorredner, die Hoffnung zum Ausdruck, dass niemand verletzt oder getötet werde.
An der durchweg positiven Resonanz aller Beteiligten zu diesem Verabschiedungsappell, an den sich der traditionelle Jahresempfang anschloss, ist letztlich klar zu erkennen: Die 13. Panzergrenadierdivision und ihre unterstellten Verbände sind ein fester Bestandteil des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens in Leipzig und in den ostdeutschen Bundesländern.

