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Trutzburg der Graf-Stauffenberg-Kaserne von den Narren erstürmt

Sigmaringen, 31.01.2008.
Am „schmotzigen Dunnschtig“ haben die Soldaten vom Stab der 10. Panzerdivision aus Sigmaringen einmal Akten und Schriftverkehr Schriftverkehr sein gelassen und die Fasnet in ihre Abteilungen und Dezernate geholt. Die große Mehrzahl der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften erschien als Clown, Engelchen und Teufelchen, Vampir oder in lockerer Zivilkleidung zum Dienst, besonders angesagt war diesmal auch bayerische Tracht á la Oktoberfest-Fasson.

Die Verteidiger der Kaserne wehrten sich heftig, Sigmaringens Bürgermeister, Dr. Daniel Rapp, musste Einiges einstecken
Dr. Daniel Rapp musste Einiges einstecken (Quelle: Heer/Daniel Litzinger)Größere Abbildung anzeigen
Ab sieben Uhr fand man sich am 31. Januar zu Fasnetküchle, Berlinern und Weißwürsten zusammen. Im Anschluss startete in der Unteroffizierheimgesellschaft Sigmaringen e.V. die Faschingsfete mit dem Trio „Wirbelwind“ in die zweite Runde. Diese wurde jedoch wenige Stunden später jäh unterbrochen, denn die Narren „Vetter Guser“ waren vor den Toren der Graf-Stauffenberg-Kaserne aufmarschiert. Der stellvertretende Kommandeur der Löwendivision und Standortälteste, Brigadegeneral Manfred Hofmeyer, sammelte seine Truppen an der Wache, „auf dass kein Narr es schaffe, auch nur einen Fuß in seine herrschaftlichen Hallen zu setzen“.

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Im Schlachtgetümmel verlor so mancher den Überblick.
Im Schlachtgetümmel verlor so mancher den Überblick (Quelle: Heer/Daniel Litzinger)Größere Abbildung anzeigen

Fetenmeile das Ziel

Die zahlenmäßige Überlegenheit der Jecken jedoch, die vom Bürgermeister Sigmaringens, Dr. Daniel Rapp, angeführt wurden, ließ den tapferen Verteidigern keine Chance. „Vetter Guser“ griff in mehreren Wellen an und führte – die Trutzburg war zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie verloren – einen ganzen Bus voller Narren als Reserve in die Schlacht ein. Glücklicherweise hatten es die Eindringlinge nur auf die Fetenmeile im Unteroffizierheim abgesehen und so einigte man sich ohne lange Verhandlungen darauf, bei Musik, Gesang und Tanz Frieden zu schließen.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Christoph Teichmann


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