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Politische Bildung am Ort des Geschehens

Bad Reichenhall, 28.04.2008.
Politische Bildung muss nicht trocken sein. Diese Erfahrung machten 18 Soldatinnen und Soldaten der Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23. Vom 22. bis 24. April besuchten sie die staatlichen Institutionen in der Bundeshauptstadt. Ziel war es, einen Einblick in die Arbeit unserer Volksvertreter zu gewinnen und so die eigene Rolle als Soldat in der Gesellschaft besser einordnen zu können.

Politische Weiterbildung vor.
Politische Weiterbildung vor (Quelle: Heer/Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Gleich zu Beginn wurden der Deutsche Bundestag und das Auswärtige Amt besucht. Die Soldaten erhielten vor Ort Informationen über den politischen Aufbau und die Arbeitsabläufe im Parlament. Großes Interesse weckte eine Führung durch die Gedenkstätte im Bendlerblock. Die Soldaten bekamen einen Einblick in die Geschehnisse des deutschen Widerstands gegen die Nationalsozialisten am 20. Juli 1944.
Eine weitere Station des umfangreichen Besuchsprogramms war der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages. Aufgrund seiner Verpflichtungen im Parlament konnte er die Soldaten jedoch nicht persönlich in Empfang nehmen.
Dafür wurden die Soldaten von seinem Referenten, Hans-Dieter Nißler, der für den Bereich Fürsorgeangelegenheiten/ Soldat und Familie zuständig ist, umfangreich über die Arbeit des Wehrbeauftragten informiert. In einer Gesprächsrunde wurden einige Themen aus dem letztjährigen Bericht des Wehrbeauftragten diskutiert.
Der letzte Tag der Politischen Bildungsfahrt startete mit dem Besuch der bayrischen Landesvertretung, es erfolgte eine Aussprache mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer. Dieser stellte die Arbeit der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag dar und machte vor allem seine Ansicht zu den Auslandeinsätzen der Bundeswehr deutlich.

Höhepunkt des Aufenthaltes war ein Besuch beim Parlamentarischen Staatssekretär Christian Schmidt. Von ihm erfuhren die Soldaten den aktuellen Stand in Bezug auf die Auslandseinsätze und auch die Problematik der Besoldung.
Die zwar kurze, dafür aber sehr informative Bildungsfahrt hinterließ bei allen Beteiligten einen positiven Eindruck. Die Soldaten waren sich darüber einig, politische Bildung sollte nicht nur im Unterrichtsraum stattfinden, erst der Besuch der politischen Institutionen vor Ort trägt zum richtigen Verständnis für die politische Arbeit bei.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Daniel Schneider


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